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In einem Quartier in der Stadt Bern attackiert ein Mann die Nachbarschaft seit Monaten verbal und körperlich. Die Kündigung hat er bislang ignoriert.

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In einem Quartier in der Stadt Bern terrorisiert ein 73-Jähriger seine Nachbarn. (Symbolbild)

In einem Quartier in der Stadt Bern terrorisiert ein 73-Jähriger seine Nachbarn. (Symbolbild)

imago images/viennaslide

Der Mann leistete sich nicht nur verbale Entgleisungen, sondern wendete auch körperliche Gewalt an. (Symbolbild)

Der Mann leistete sich nicht nur verbale Entgleisungen, sondern wendete auch körperliche Gewalt an. (Symbolbild)

imago stock&people

Die Polizei musste etliche Male zum Wohnblock ausrücken.

Die Polizei musste etliche Male zum Wohnblock ausrücken.

Kapo Bern

  • Etliche Male musste die Polizei wegen eines 73-Jährigen ausrücken, der die Mieterinnen und Mieter eines Wohnblocks schikaniert.

  • Aufgrund der ihm vorgeworfenen Straftaten muss er 5800 Franken bezahlen.

  • Zudem hat ihm der Hauseigentümer gekündigt. Doch der Nachbarschreck weigert sich beharrlich, auszuziehen.

Unter Mieterinnen und Mietern kann es schon mal zu Zwist kommen. Den Nachbarn, über den die «Berner Zeitung» berichtet, wünscht man allerdings seinem schlimmsten Feind nicht: Der 73-Jährige, der in einem Wohnblock mit 17 Parteien lebt, terrorisiert seit letztem Sommer regelrecht die Bewohner, wie aus einem entsprechenden Strafbefehl hervorgeht.

Einer Frau drohte der Senior mit dem Tod und legte ihr wiederholt Zettel mit Schimpfwörtern vor die Tür, von denen «Hexe» noch das netteste war. Auch ein Mann aus dem Kosovo fand mehrmals eine Notiz unter dem Scheibenwischer: «Zuhälter von Pristina» stand darauf. Einem anderem Nachbarn teilte er auf demselben Weg mit, seine «Thaifrau» habe mit anderen Männern Sex. Es blieb aber nicht bei verbalen Entgleisungen: Eine Nachbarin ohrfeigte er in deren eigener Wohnung und stahl ihr ausserdem einen Greyerzerkäse aus dem Kühlschrank. Die Aktionen hatten unzählige Polizeieinsätze und Beschwerdeanrufe zur Folge.

Die ihm vorgeworfenen Straftaten (Drohung, Beschimpfung, Tätlichkeiten) kosten den Nachbarschreck, der gemäss dem Liegenschaftsbesitzer ein Alkoholproblem hat, insgesamt 5800 Franken. Längst hat er vom Hauseigentümer die Kündigung erhalten, doch liess er die Frist Ende Februar verstreichen. Das Gericht bewilligte schliesslich den Ausweisungsantrag, was bedeutet: Lässt der Mann auch diese Frist verstreichen, rückt die Polizei seinetwegen ein letztes Mal zum Wohnblock aus, um ihn zu abholen.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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(sul)

73-Jähriger schikaniert Nachbarn mit Beleidigungen und Ohrfeigen
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