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Vor knapp 27 Jahren sank die Fähre «Estonia», 852 Menschen kamen dabei ums Leben. Noch immer ist die Ursache nicht restlos geklärt. Jetzt wird das gesunkene Wrack neu untersucht.

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Knapp 27 Jahre nach dem Untergang der Ostsee-Fähre «Estonia» haben Ermittlungsbehörden aus Estland und Schweden mit neuen Untersuchungen am Wrack des Schiffes begonnen.

Knapp 27 Jahre nach dem Untergang der Ostsee-Fähre «Estonia» haben Ermittlungsbehörden aus Estland und Schweden mit neuen Untersuchungen am Wrack des Schiffes begonnen.

via REUTERS

Es werden Untersuchungen mit einem sogenannten Multibeam-Echolot durchgeführt. Weil viele der Toten nicht geborgen werden konnten, steht das Wrack als Ruhestätte unter Schutz und darf gemäss einem verhängten Grabfrieden nicht aufgesucht werden.

Es werden Untersuchungen mit einem sogenannten Multibeam-Echolot durchgeführt. Weil viele der Toten nicht geborgen werden konnten, steht das Wrack als Ruhestätte unter Schutz und darf gemäss einem verhängten Grabfrieden nicht aufgesucht werden.

via REUTERS

Die «Estonia» war in der Nacht zum 28. September 1994 mit 989 Menschen an Bord auf ihrem Weg von Tallinn nach Stockholm vor der finnischen Südküste gesunken. 

Die «Estonia» war in der Nacht zum 28. September 1994 mit 989 Menschen an Bord auf ihrem Weg von Tallinn nach Stockholm vor der finnischen Südküste gesunken.

AFP

  • Vor 27 Jahren sank die Fähre Estonia, dabei verloren 852 Menschen ihr Leben. Noch immer ist nicht restlos geklärt, warum das Schiff sank.

  • Nun sollen neue Untersuchungen Klarheit bringen. Weil viele der Toten nicht geborgen werden konnten, steht das Wrack unter einem Grabfrieden.

  • Somit müssen die Untersuchungen mittels eines Multibeam-Echolots durchgeführt werden.

Knapp 27 Jahre nach dem Untergang der Ostsee-Fähre «Estonia» haben Ermittlungsbehörden aus Estland und Schweden mit neuen Untersuchungen am Wrack des Schiffes begonnen. Seit Freitag findet bis zum 18. Juli eine Vorstudie statt, bei der das Wrack und der Meeresboden mit Echolot- und Sonargeräten untersucht werden. Auch ein Unterwasserroboter mit Kamera kommt zum Einsatz. Die Daten, die mit Hilfe von Expertinnen und Experten der Stockholmer Universität SU erhoben werden, sollen später visualisiert werden, was mehrere Monate dauern kann. Umfassendere Untersuchungen sind dann im nächsten Frühling geplant.

Internationale Gedenkfeier

Wie die schwedische Havariekommission mitteilte, trafen das schwedische Schiff «Electra af Askö» und die estnische «Eva 316» in der Nacht zum Freitag für die Vorstudie an der Unglücksstelle ein. Auf einem weiteren Schiff der estnischen Grenzwache hielten Bischöfe aus Finnland, Schweden, Estland und Lettland mittags zunächst eine Gedenkzeremonie für die Opfer ab, ehe bis zum Abend Untersuchungen mit einem sogenannten Multibeam-Echolot durchgeführt wurden. Wegen hohen Seegangs wurden die Arbeiten rund um das in knapp 80 Metern Tiefe liegende Wrack am späten Abend zunächst abgebrochen. Wie es am Samstag weitergehen sollte, war von den Wettervorhersagen abhängig.

Neue Bilder lassen an ursprünglicher Ursache zweifeln

Dokumentarfilmer hatten vergangenes Jahr enthüllt, dass sie mit einem Tauchroboter unter anderem ein mehrere Meter grosses Loch im Schiffsrumpf entdeckt haben. Weil viele der Toten nicht geborgen werden konnten, steht das Wrack als Ruhestätte unter Schutz und darf gemäss einem verhängten Grabfrieden nicht aufgesucht werden. Schweden hat nach den Enthüllungen gesetzliche Änderungen auf den Weg gebracht, damit Behörden die Funde genauer untersuchen können. Diese Änderungen sind Anfang Juli in Kraft getreten.

Die «Estonia» war in der Nacht zum 28. September 1994 mit 989 Menschen an Bord auf ihrem Weg von Tallinn nach Stockholm vor der finnischen Südküste gesunken. 852 Menschen starben, nur 137 überlebten, womit der Untergang als schwerste Schiffskatastrophe in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg gilt. Laut dem offiziellen Untersuchungsbericht aus dem Jahr 1997 war das abgerissene Bugvisier die Ursache für den Untergang. Bis heute gibt es aber Zweifel an der Unglücksursache. Überlebende und Hinterbliebene fordern seit langem, dass die Untersuchungen wieder aufgenommen werden.

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Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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(DPA/pco)

852 Tote bei Schiffsuntergang – und noch immer ist die Ursache ein Rätsel
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