Abbaupläne: Der neue Swiss-Chef steht vor einem Balanceakt

Die Fluggesellschaft wird in den nächsten Jahren ihre Flotte und Angestelltenzahl verkleinern müssen. Bei dieser Restrukturierung steht Airline-Chef Dieter Vranckx unter besonderer Beobachtung.

Dieter Vranckx, CEO der Swiss am Hauptsitz in Kloten.

Dieter Vranckx, CEO der Swiss am Hauptsitz in Kloten.

Keystone

Dieter Vranckx hatte keinen einfachen Start als neuer Chef der Swiss. Im Winter sind die Hoffnungen auf eine Markterholung massiv geschwunden. Sparverhandlungen mit den eigenen Piloten endeten im Eklat. Und nun musste der Schweiz-Belgier mit Swissair-Vergangenheit den grössten Verlust der Airline seit 15 Jahren präsentieren und eine grosse Restrukturierung ankündigen.

Das heisst: weniger Flugzeuge, weniger Piloten und weniger Flight Attendants. Über die Grössenordnung des Abbaus machte der ruhig wirkende Vranckx noch keine Angaben, schliesslich wird er abwarten wollen, ob der Bund die Kurzarbeitsentschädigung nach dem August für weitere sechs Monate gutheissen wird.

So oder so beginnt für Vranckx nun aber ein Balanceakt. Er muss die Kosten drastisch senken, um die staatlich abgesicherten Bankkredite in der Höhe von 1,3 Milliarden Franken rechtzeitig zurückbezahlen zu können. Gleichzeitig darf der Abbau im Lufthansa-Konzern aber nicht überproportional in der Schweiz stattfinden.

Dies wäre nicht nur imageschädigend, sondern gar ein Vertragsbruch in Bezug auf die Staatshilfe-Vereinbarungen. Gefordert ist deshalb die vom Bund geschaffene Schweizer Luftfahrtstiftung, der die Aufsicht über den Wiederaufbau der Swiss obliegt. Sie wird eingreifen müssen, wenn die Balance plötzlich nicht mehr stimmt.

Dafür gibt es nun erste Anzeichen.

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