Schweizer Eierproduzenten

Ausstiegsplan steht: «Wir können das Kükentöten Ende 2023 beenden»

Die Vereinigung der Eierproduzenten legt einen Ausstiegsplan vor, wie in der Schweiz bald nur noch weibliche Küken schlüpfen sollen. Doch der Entscheid über das umstrittene Kükentöten soll im Laden fallen.

GalloSuisse spricht sich für Lösungen aus, um bis Ende 2023 vom Töten der männlichen Küken in der Schweiz weg zu kommen. (Symbolbild)

GalloSuisse spricht sich für Lösungen aus, um bis Ende 2023 vom Töten der männlichen Küken in der Schweiz weg zu kommen. (Symbolbild)

Keystone

Bis in zwei Jahren sollen in den beiden konventionellen Schweizer Brütereien nur noch weibliche Küken schlüpfen. Die Details für diese Lösung hat GalloSuisse, die Vereinigung der Schweizer Eierproduzenten, am Donnerstag an einem Runden Tisch der Eierbranche vorgestellt.

Wie GalloSuisse in einer Mitteilung schreibt, kann diese Alternative zum Kükentöten allerdings nur realisiert werden, wenn die Vermarkter von Eiern, der Detailhandel sowie Konsumierende diesen Weg mittragen. In einem nächsten Schritt soll sich darum die Branche, aber auch der Handel und Konsumentenorganisationen, bis Mitte Januar zu dem Vorschlag äussern können.

Kükentöten-Ende hat seinen Preis

Die Schweizer Eierproduzenten waren zuletzt politisch und gesellschaftlich zunehmend unter Druck geraten, weil für die Produktion von Eiern alle männlichen Küken vergast werden. Vor gut einem Jahr hatten die Eierproduzenten dann allerdings eine Lösung dieses Kükentötens angekündigt, wollten aber noch keinen Zeitplan nennen.

«Wir können das Kükentöten Ende 2023 beenden, wenn die Konsumentinnen und Konsumenten die vorgeschlagene Methode akzeptieren und bereit sind, den Mehrpreis zu bezahlen», wird GalloSuisse-Präsident Daniel Würgler nun in der Mitteilung zitiert. Die Bestimmung des Geschlechts am 9. Tag möglich machen soll eine neue Methode.

Detailhändler testen bereits

Dabei wird den Eiern eine kleine Menge Flüssigkeit entnommen und auf das Geschlecht analysiert. Vor dem 11. Bruttag würden Hühnerembryos jedoch nicht über ein Schmerzempfinden verfügen, schreibt GalloSuisse mit Verweis auf das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen.

Seit gut einem Jahr führen verschiedene Detailhändler in der Schweiz Tests durch zur Akzeptanz von Eiern aus der Produktion ohne Kükentöten.

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