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Ursprünglich eine Maturaarbeit, ist das Getränk «Green Leaf» heute in diversen Läden erhältlich. Es besteht aus Apfelsaft, Holunder und Minze. Hinter dem jungen Start-up stecken vier Jugendliche aus Bern.

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Marco Henri (vorne) und Eren Kara (hinten) sind stolz auf ihr eigens kreiertes Getränk.

Marco Henri (vorne) und Eren Kara (hinten) sind stolz auf ihr eigens kreiertes Getränk.

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In den Harassen befinden sich Flaschen voller Green Leaf – ein Getränk, das aus Apfel, Holunder und Minze besteht. Henri hat es im Rahmen seiner Maturaarbeit erfunden.

In den Harassen befinden sich Flaschen voller Green Leaf – ein Getränk, das aus Apfel, Holunder und Minze besteht. Henri hat es im Rahmen seiner Maturaarbeit erfunden.

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Im August 2020 wurde dann das Start-Up Green Leaf gegründet. Vier junge Berner stecken dahinter – denn auch Ismael Seck und Sid Masillamoni sind dabei. Seit Monaten tüfteln sie am Konzept herum, um sich stetig zu verbessern.

Im August 2020 wurde dann das Start-Up Green Leaf gegründet. Vier junge Berner stecken dahinter – denn auch Ismael Seck und Sid Masillamoni sind dabei. Seit Monaten tüfteln sie am Konzept herum, um sich stetig zu verbessern.

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  • Green Leaf ist ein Erfrischungsgetränk, eine Art «erweiterte Apfelschorle».

  • Hinter dem jungen Start-up steckt der Berner BWL-Student Marco Henri und drei seiner Freunde.

  • Der junge Berner entwickelte das Konzept für das Getränk am Gymnasium. Seither wurde es laufend weiterentwickelt.

  • Nun ist das Getränk auf dem Markt. Pro verkaufte Flasche werden 5 Rappen an den schweizerischen Klimastreik gespendet.

«Angefangen hat alles mit einer spontanen Schnapsidee», erzählt Marco Henri. Er ist 18 Jahre alt, Student an der Universität Bern – und Geschäftsleiter des Start-up-Unternehmens Green Leaf. Dahinter steckt heute ein vierköpfiges Team. Begonnen hat die Geschichte jedoch zu zweit: «Eine Kollegin und ich haben im Rahmen unserer Maturaarbeit ein eigenes Getränk entwickelt.» Ziel der Arbeit sei es gewesen, das Zusammenspiel der Marktforschung und der Marktnachfrage aufzuzeigen. Und siehe da: Das Experiment funktionierte blendend.

«Anhand ausführlicher Umfragen unter den Gymnasiastinnen und Gymnasiasten haben wir erforscht, wie das perfekte Getränk wohl aussehen müsste», so Henri. Gefragt wurde, wie der Geschmack, das Design und die Produktion umgesetzt werden sollen. Als das Getränk fertig war, verkauften es die beiden in der Mensa: «Innert kurzer Zeit waren alle Flaschen weg.» Das Feedback sei toll und die Nachfrage gross gewesen– und somit auch sein Interesse, das Getränk weiter zu produzieren.

Fünf Rappen fürs Klima

Doch alleine ging das nicht. «Ich habe diverse Leute angefragt und schlussendlich ist ein vierköpfiges Team entstanden», sagt Henri. Es war der Start von Green Leaf. Das Originalrezept wurde beibehalten. «Das Getränk besteht lediglich aus drei Zutaten: Apfel, Holunder und Minze.» Alle Zutaten stammen aus der Schweiz, die Äpfel aus dem Berner Oberland. «Wie der Name schon sagt, setzt Green Leaf auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit.» Von jedem verkauften Getränk werden deshalb fünf Rappen an den schweizerischen Klimastreik gespendet. Henri: «Zudem werden wir bald Sponsor der internationalen Organisation OroVerde, die sich für den Erhalt der Regenwälder einsetzt.»

Noch schreibt das Start-up rote Zahlen

Die drei Zutaten werden dann von Produktionspartnern verarbeitet und zusammengemixt. «Wir haben keine eigenen Produktionsanlagen», sagt Henri. Stattdessen arbeite man mit regionalen Partnern zusammen. «Wir kaufen die Zutaten ein und sie verarbeiten sie. Ausliefern tun wir die Bestellungen dann selbst.» Das Getränk könne online bestellt werden. Eine Flasche kostet zwei Franken zwanzig. «Wir beliefern auch einige Shops und Restaurants in der Region Bern.» Aufgrund der Coronakrise würden sich die Gastrobetriebe jedoch zurückhaltend zeigen. Man verkaufe nicht genug, um schwarze Zahlen zu schreiben: «Wir sind noch im Minus, weil wir anfangs viel investiert haben.»

Das Ziel des Start-Ups sei es demnach, im Jahr 2021 neue Kunden zu gewinnen und mehr Menschen zu erreichen. Der BWL-Student zeigt sich zuversichtlich und vertraut in Green Leaf. «Wir haben grosse Ziele und werden das schaffen. Und wenn nicht, haben wir zwar Geld verloren, dafür aber unzählige Erfahrungen gewonnen. Die Erfahrung ist das Risiko wert.»

Berner Studenten lancieren klimafreundliches Erfrischungsgetränk
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