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Seit fünf Jahren hatte die «Katzenhilfe Luzern» eine Futterstelle im Rothenwald. Dort wurden wilde Katzen eingefangen und kastriert. Nun entschied der Kanton: Die Futterstelle muss weg.

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Im Rothenwald im Luzerner Ortsteil Reussbühl hatte die «Katzenhilfe Luzern» eine Futterstation aufgebaut. Nun musste sie auf Anweisung des Kantons abgebaut werden.

Im Rothenwald im Luzerner Ortsteil Reussbühl hatte die «Katzenhilfe Luzern» eine Futterstation aufgebaut. Nun musste sie auf Anweisung des Kantons abgebaut werden.

Katzenhilfe Luzern

Verschiedene Anwohner und Anwohnerinnen des Quartiers haben sich über den Zustand beschwert, schreibt die Dienststelle Landwirtschaft und Wald auf Anfrage.

Verschiedene Anwohner und Anwohnerinnen des Quartiers haben sich über den Zustand beschwert, schreibt die Dienststelle Landwirtschaft und Wald auf Anfrage.

Katzenhilfe Luzern

«Installationen und Abfall beeinträchtigen den Wald als wertvollen Lebensraum. Daher ist die Dienststelle Landwirtschaft und Wald aktiv geworden und hat die Katzenhilfe Luzern aufgefordert, alle Installationen aus dem Wald zu entfernen», schreibt die Dienststelle weiter.

«Installationen und Abfall beeinträchtigen den Wald als wertvollen Lebensraum. Daher ist die Dienststelle Landwirtschaft und Wald aktiv geworden und hat die Katzenhilfe Luzern aufgefordert, alle Installationen aus dem Wald zu entfernen», schreibt die Dienststelle weiter.

Katzenhilfe Luzern

  • Die private «Katzenhilfe Luzern» kümmert sich um wilde Büsi. Dafür hat sie eine Futterstelle am Eingang vom Rothenwald aufgebaut.

  • Die Dienststelle Landwirtschaft und Wald des Kantons entschied, dass die Futterstelle abgebaut werden musste.

  • Esther Huwyler von der Katzenhilfe ist enttäuscht, dass die Installation nun weg musste, obwohl sie schon seit fünf Jahren dort war.

Esther Huwyler ist enttäuscht und wütend: Seit fünf Jahren stand am Eingang zum Rothenwald im Luzerner Ortsteil Reussbühl eine Futterstation für wilde Katzen: «Das war ein alter Geräteschrank mit Kälteschutzboxen für wilde Katzen.» Doch nun musste die Futterstelle weg. «Der Revierförster kam persönlich vorbei und beanstandete, dass sich diese Stelle auf einer Parzelle des Kantons befinde», sagt Huwyler, welche als Privatperson die «Katzenhilfe Luzern» gegründet hatte. Nach der Intervention des Försters musste der Unterschlupf für die Katzen abgerissen werden. «Gerade jetzt, wo es kälter wird», nervt sich die Katzenfreundin. Ein Müllcontainer, der gleich nebenan steht, durfte bislang stehen bleiben.

«Es gilt gleiches Recht für alle»

Die Dienststelle Landwirtschaft und Wald des Kanton Luzern (Lawa) bestätigt auf Anfrage, dass die Futterstelle abgebaut werden musste. Raphael Müller, Oberförster der Korporation Luzern, erklärt: «Es geht rechtlich nicht, das Waldgrundstück so zu nutzen. Es gilt gleiches Recht für alle.» Auch Michiel Fehr, Fachbereichsleiter Waldnutzung beim Lawa, teilt mit: «Installationen und Abfall beeinträchtigen den Wald als wertvollen Lebensraum. Daher ist die Dienststelle Landwirtschaft und Wald aktiv geworden und hat die Katzenhilfe Luzern aufgefordert, alle Installationen aus dem Wald zu entfernen.» Das sei dann auch fristgerecht passiert. Auch der Müllcontainer, welcher gleich neben der Futterstelle stand, werde verschoben.

Wilde Katzen werden eingefangen und kastriert

Huwyler kümmert sich freiwillig und unentgeltlich um die wilden Katzen. Sie füttert und pflegt die Katzen und sie sagt: «Wir fangen die Katzen ein und kastrieren sie. Damit versuchen wir, die Anzahl der wilden Büsi in der Kolonie zu reduzieren.» Laut Huwyler mit Erfolg: «Als wir anfingen, bestand die Kolonie im Rothenwald aus etwa 35 schwarzen Katzen. Mittlerweile sind es nur noch einzelne Tiere.» Die Katzen, die noch vor Ort sind, sind laut Huwyler sogenannte Platzhalter. So laute die Bezeichnung für kastrierte Katzen, die das Revier besetzen sollen, damit keine neuen wilden Katzen auftauchen. Huwyler ärgert sich: «Das Katzenelend in der Schweiz wird unter den Tisch gekehrt.»

Lawa erhielt Reklamationen

Reklamationen hätten die Dienststelle für Landwirtschaft und Wald des Kanton Luzern zum Handeln gebracht, vermutet Huwyler. «Es gab immer wieder Personen, die nicht verstanden haben, was wir hier machen.» Sowohl die Verwaltung des Hauses am Waldrand als auch verschiedene Hundehalter und Hundehalterinnen hätten sich schon beschwert.

Fehr bestätigt, dass es Reklamationen gegeben hatte: «Verschiedene Anwohner des Quartiers haben sich über den Zustand beschwert.» Damit sich die wilden Katzen nicht weiter ausbreiten, arbeitet die Dienststelle Landwirtschaft und Wald mit anderen Dienststellen zusammen an Lösungen. Fehr: «Insbesondere in Schutzgebieten stellen wilde Katzen ein Problem für Vögel und Reptilien dar.» Der Rothenwald sei aber kein explizites Problemgebiet wegen der wilden Katzen.

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Betreuerin von Katzen im Rothenwald nicht mehr erwünscht
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