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Es gibt eine neue Corona-Mutation, die ein Spital in Frankreich entdeckt hat. Sie lässt sich mit einem PCR-Test nicht erkennen. Die bretonische Gesundheitsbehörde ist alarmiert.

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Eine medizinische Fachkraft hält in einem Nürnberger Impfzentrum ein Fläschchen mit dem Pfizer/Biontech-Impfstoff in der Hand. Ob dieser auch gegen die bretonische Variante funktioniert, ist unklar. DPA/Daniel Karmann

Eine medizinische Fachkraft hält in einem Nürnberger Impfzentrum ein Fläschchen mit dem Pfizer/Biontech-Impfstoff in der Hand. Ob dieser auch gegen die bretonische Variante funktioniert, ist unklar. DPA/Daniel Karmann

  • In Frankreich ist eine neue Corona-Mutante entdeckt worden.

  • Sie lässt sich mit klassischen PCR-Tests nicht diagnostizieren.

  • Die Gesundheitsbehörde stellte diese Variante nun «unter Beobachtung».

Eine in der Bretagne identifizierte Corona-Variante gibt Ärzten Rätsel auf: Mit klassischen PCR-Tests lasse sich die Mutante nicht ohne Weiteres erkennen, erklärte die bretonische Gesundheitsbehörde ARS am Dienstag. In einem Krankenhaus im westfranzösischen Lannion waren demnach acht ältere Patienten mit «typischen Symptomen» der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Sieben von ihnen waren aber per Nasenabstrich negativ getestet worden. Erst Antikörper-Tests ergaben einen positiven Befund.

Die Gesundheitsbehörde entschied, die Variante «unter Beobachtung» zu stellen. Eine Hypothese der Mediziner ist, dass sich das Virus schneller durch die Atemwege bewegt und nur in tieferen Bereichen festgestellt werden kann. Hinweise auf eine grössere Ansteckungsgefahr durch die bretonische Variante gebe es bisher nicht, betonte die Behörde.

Krankenhäuser in Paris sind überlastet

Unterdessen zeichnet sich in Frankreich eine erneute Verschärfung der Corona-Massnahmen ab. Präsident Emmanuel Macron wollte noch am Dienstag mit dem wissenschaftlichen Beirat und Intensivmedizinern über die Lage beraten.

Im Pariser Grossraum schlagen die Krankenhäuser wegen Überlastung Alarm. In dem dicht besiedelten Gebiet mit zwölf Millionen Einwohnern ist die Inzidenz über die Marke von 400 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gestiegen. In dieser Woche sollen rund hundert Intensivpatienten aus Paris in andere Regionen verlegt werden.

Premierminister Jean Castex sprach von «einer Art dritter Welle» in Frankreich, die durch «viele Varianten» gekennzeichnet sei. Am Mittwoch tagt dazu das Sicherheitskabinett unter Macrons Leitung. In Frankreich gilt eine landesweite Sperrstunde ab 18 Uhr, an der Côte d’Azur und am Ärmelkanal wurden zudem Ausgangsbeschränkungen an Wochenenden verhängt. Die meisten Geschäfte und Schulen sind aber offen.

(AFP/mur)

Bretonische Corona-Variante gibt Ärzten Rätsel auf
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