Bei der Bündner Jagd bleibt alles beim Alten. Eine Initiative für eine tierfreundlichere Jagd ist klar an der Urne gescheitert. Fast 80 Prozent der Bündner Stimmbevölkerung lehnte das Anliegen ab.

Die Jagd ist ein emotionales Thema und sorgt im Kanton Graubünden immer wieder für Diskussionen. (Symbolbild)

Die Jagd ist ein emotionales Thema und sorgt im Kanton Graubünden immer wieder für Diskussionen. (Symbolbild)

Keystone

(rwa) Das kantonale Volksbegehren des «Wildtierschutz Schweiz» forderte eine Anpassung der Jagd im Kanton Graubünden. Ziel sei eine «humanere Jagd», welche die natürlichen Bedürfnisse der Wildtiere respektiere, argumentierten die Initianten. Die Jagd nehme immer «brutalere und unverantwortlichere» Formen an.

So forderte die Initiative eine ausgedehnte Winterruhe für alle Wildtiere. Dies wäre einer faktischen Abschaffung der Sonderjagd im Spätherbst gleichgekommen. Verboten werden sollte auch die Vogeljagd. Trächtige, führende Hirschkühe sowie Rehgeissen und ihre Jungen dürften generell nicht gejagt werden.

Diesen Forderungen erteilte die Bündner Stimmbevölkerung eine Abfuhr. 79 Prozent der Bürgerinnen und Bürger lehnten die Initiative «für eine naturverträgliche und ethische Jagd» ab. Sie folgten damit der Empfehlung der Bündner Regierung und des Kantonsparlaments. Die Gegner kritisierten, das Begehren richte sich grundlegend gegen die Jagd als Institution. Die Initiative stelle auch das heutige Jagdsystem infrage, verfehle aber gleichzeitig die postulierten Ziele des Tierschutzes.

Bündner Jagd: Stimmbevölkerung versenkt Initiative für mehr Tierschutz
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