Die Pille gegen Corona: Bund unterzeichnet einen Vorvertrag für das Medikament Molnupiravir

Der Bund hat einen Vertrag für die Reservation einer ersten Pille gegen das Coronavirus abgeschlossen. Es handelt sich um das antivirale Arzneimittel Molnupiravir des US-Herstellers Merck.

Soll auch in der Schweiz zum Einsatz kommen: Das Anti-Corona-Medikament Molnupiravir des US-Hersteller Merck.

Soll auch in der Schweiz zum Einsatz kommen: Das Anti-Corona-Medikament Molnupiravir des US-Hersteller Merck.

HO/Keystone

Auf Empfehlung der wissenschaftlichen Taskforce des Bundes hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) einen Vertrag für bis zu 8640 Packungen des antiviralen Covid-19-Arzneimittels Molnupiravir unterzeichnet. Das teilte das BAG am Dienstag mit. Mit dem Vertrag sichere sich der Bund «ein weiteres vielversprechendes Covid-19- Arzneimittel», schreibt das BAG. Die Vertragssumme für den Kauf der Pille gegen das Coronavirus ist vertraulich.

Molnupiravir ist in der Schweiz zwar noch nicht zugelassen, soll aber laut BAG bis spätestens im kommenden Januar zur Verfügung stehen. Bis zu einer Zulassung – respektive bis die Kosten der Behandlung durch die obligatorische Krankenversicherung übernommen werden – will der Bund für die entsprechenden Kosten aufkommen. In einer klinischen Studie wurde die Wirksamkeit von Molnupiravir bei nicht-hospitalisierten Covid-19-Patientinnen und -Patienten laut BAG mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf nachgewiesen.

Als erstes Land hatte Grossbritannien bereits im Oktober die vom US-Hersteller Merck entwickelte Pille Molnupiravir – auch bekannt unter dem Namen Lagevrio – gegen Corona genehmigt. Es handelt sich dabei um das weltweit erste zugelassene antivirale Mittel zur oralen Einnahme gegen Covid-19. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte Ende Oktober angekündigt, den Einsatz von Molnupiravir ebenfalls zu prüfen. Auch die US-Behörde FDA hat ein Zulassungsverfahren für das Mittel eingeleitet. (sat/dpa)

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