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Nachdem in einer Wohnung in Tramelan ein Mann und eine Frau angeschossen wurden, ist die Betroffenheit und die Angst bei den Nachbarn gross.

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Im Treppenhaus eines Wohnblocks in Tramelan sind am Dienstagmorgen noch immer Blutspuren zu sehen.

Im Treppenhaus eines Wohnblocks in Tramelan sind am Dienstagmorgen noch immer Blutspuren zu sehen.

20min/Zoé Stoller

Polizeiband sperrt den Gang ab.

Polizeiband sperrt den Gang ab.

20min/Zoé Stoller

«Es waren Schüsse von in der Wohnung zu hören», sagt eine Frau zu 20 Minuten.

«Es waren Schüsse von in der Wohnung zu hören», sagt eine Frau zu 20 Minuten.

20min/Zoé Stoller

  • Beim Mann, der in Tramelan BE angeschossen wurde, handelt es sich mutmasslich um Renter C.G.*

  • Eine Frau wurde ebenfalls verletzt ins Spital gebracht.

  • Die Nachbarn und Nachbarinnen sind erschüttert.

Die Nachbarinnen und Nachbarn können kaum fassen, was sich in einem Wohnblock in Tramelan im Berner Jura ereignet hat. «Es waren Schüsse von in der Wohnung zu hören», sagt eine Frau zu 20 Minuten. «Jetzt fühle ich mich nicht mehr sicher.» Sie habe kaum ein Auge zugetan, obwohl die Polizei die ganze Nacht dagewesen sei. «Die Schüsse fielen nur wenige Meter über mir. Wie soll ich da ruhig schlafen?», fragt sie.

Im Treppenhaus ist am Morgen noch immer Blut zu sehen. Ein Polizeiband sperrt den Gang vor der Wohnung ab.

Mutmassliches Opfer ist Rentner

Was genau passiert ist, weiss die Polizei zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht. Klar ist, dass kurz nach 16.20 Uhr eine Meldung einging, wonach eine Person bei einer Schussabgabe verletzt worden sei. Eine Person habe die Örtlichkeit mit einer Schusswaffe verlassen. Deshalb leitete die Polizei eine umfangreiche Fahndung ein.

In Tramelan trafen sie auf eine verletzte Frau und einen verletzten Mann. Beim Mann handelt es sich nach Angaben von Nachbarn um C.G.*, der in der Wohnung wohnt. «Er ist ein ganz netter Mann. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er in etwas verwickelt war», sagt ein Nachbar. Wer die Frau ist und in was für einem Verhältnis die drei Personen zueinanderstehen, ist laut Polizeisprecher derzeit noch nicht bekannt.

«Es ist mir sehr mulmig zumute»

Im Zuge der Ermittlungen fand die Polizei am Montagabend in einer Wohnung in St. Imier einen toten Mann. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um dieselbe Person, die in Tramelan mit einer Schusswaffe geflüchtet war. Die Polizei hat deshalb die Fahndungsbemühungen eingestellt, wie ein Sprecher gegenüber 20 Minuten bestätigt.

Anwohnerinnen und Anwohner sind dennoch aufgewühlt. «Es ist mir sehr mulmig zumute. Ich habe ein sehr komisches Gefühl im Bauch», sagt eine Frau zu 20 Minuten. «Ich hätte nie gedacht, dass so etwas in Tramelan passiert. Man sieht so etwas in Filmen und plötzlich wird es so real. Muss ich mich nun täglich vor jeder fremden Person fürchten?»

Ermittlungen gehen weiter

«Ich finde es beängstigend, dass so etwas sogar tagsüber passiert. Ich frage mich, ob ich mich nun vor jedem Fremden in Acht nehmen muss», sagt eine Frau, die in der Nähe des Tatorts wohnt.

Durch die Kantonspolizei Bern sind unter der Leitung der Regionalen Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland Ermittlungen zu den Umständen und Hintergründen der Schussabgabe in Tramelan und des Todesfalls in St. Imier sowie zu einem möglichen Zusammenhang zwischen den Ereignissen aufgenommen worden. Neben dem Institut für Rechtsmedizin (IRM) standen insbesondere zur Spurensicherung an beiden Ereignisorten mehrere Spezialisten der Kriminaltechnik im Einsatz.

*Name der Redaktion bekannt.

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«Die Schüsse fielen wenige Meter über mir — wie soll ich da ruhig schlafen?»
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