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Ihr Job ist es, den Papst unter allen Umständen zu schützen. Weil sie dies nur noch mit Impfung tun dürfen, haben sich drei Gardisten entschlossen, ihren Dienst zu kündigen.

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In der Schweizer Garde wurde die Impfpflicht eingeführt. 

In der Schweizer Garde wurde die Impfpflicht eingeführt.

via REUTERS

Wie im benachbarten Italien auch, muss den Green Pass vorweisen können, wer den Vatikan betreten will.

Wie im benachbarten Italien auch, muss den Green Pass vorweisen können, wer den Vatikan betreten will.

AFP

Drei Gardisten haben sich darum entschlossen, aus dem Dienst auszuscheiden. 

Drei Gardisten haben sich darum entschlossen, aus dem Dienst auszuscheiden.

via REUTERS

  • Drei Gardisten zogen es vor, ihren Dienst für den Papst zu quittieren, statt sich gegen Corona impfen zu lassen.

  • Alle Menschen, die den Vatikan betreten, müssen im Besitz des Grünen Passes sein.

  • Papst Franziskus ist zweifach geimpft und kritisierte bereits seine eigenen Kardinäle, die gegen die Impfung sind.

Ihre Aufgabe ist es, den Papst zu schützen – im Notfall mit dem eigenen Leben. Um diesen Job erfüllen zu können, muss das Korps gegen Corona geimpft sein. Drei Schweizer Gardisten wollten das nicht und zogen die Konsequenzen. Sie werden ihren Job kündigen und das Korps verlassen. Leutnant Urs Breitenmoser, Sprecher der Schweizergarde, bestätigte dies auf Anfrage von «Le Matin Dimanche». Er spricht von einem «freiwilligen» Austritt der drei Gardisten.

Er fügte aber auch hinzu, dass drei weitere Rekruten, die zuvor nicht geimpft worden waren, beschlossen hatten, sich impfen zu lassen. Sie werden bis zum Ende des Impfzyklus vorübergehend vom Dienst suspendiert. «Diese Massnahme stehe im Einklang mit anderen Streitkräften auf der ganzen Welt», so Breitenmoser.

Papst bezeichnet Impfung als Akt der Liebe

Der Vatikan ist vom 1. Oktober an nur noch für Menschen offen, die einen gültigen Corona-Pass haben. Wie der Heilige Stuhl am Montag mitteilte, muss jeder und jede Bewohnende, Beschäftigte oder Besucher und Besucherin des Kirchenstaats damit eine Impfung gegen Covid-19, eine Genesung oder einen negativen Test nachweisen. Einlasskontrollen nimmt die Schweizer Garde vor.

Papst Franziskus ist zweifach geimpft und ein grosser Befürworter der Corona-Impfung. Er hatte bereits früher sein Unverständnis über diejenigen geäussert, die sich nicht impfen lassen wollen, auch seine eigenen Kardinäle. Er bezeichnete die Impfung als «einen Akt der Liebe, für sich, für seine Familie und Freunde, sowie für alle Völker.»

Die Päpstliche Schweizergarde wacht ständig über die persönliche Sicherheit des Heiligen Vaters und seiner Residenz. Sie bewacht alle offiziellen Eingänge zur Vatikanstadt, führt Zutrittskontrollen durch und steht Besuchern und Besucherinnen aus aller Welt für Auskünfte rund um den Vatikan zur Verfügung. Sie dient seit 1506 dem heiligen Stuhl mit einem Sollbestand von 135 Mann.

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Drei Gardisten treten wegen Impfpflicht vom Dienst zurück
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