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Am letzten Freitag des Ramadan kam es erneut zu Zusammenstössen zwischen Palästinensern mit der israelischen Polizei. Mindestens 163 Palästinenser sowie sechs israelische Polizisten wurden dabei verletzt.

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Seit Tagen protestieren Palästinenser gegen die geplante Räumung im Stadtteil Scheich Dscharrah in der Nähe des Damaskustors der Jerusalemer Altstadt. 

Seit Tagen protestieren Palästinenser gegen die geplante Räumung im Stadtteil Scheich Dscharrah in der Nähe des Damaskustors der Jerusalemer Altstadt.

Ilia Yefimovich/dpa

Am letzten Freitag des Ramadan sind die Proteste eskaliert:  Gläubige warfen Stühle, Schuhe und Steine in Richtung der Polizei, wie auf Videoaufnahmen zu sehen war. Die Beamten eröffneten das Feuer.

Am letzten Freitag des Ramadan sind die Proteste eskaliert: Gläubige warfen Stühle, Schuhe und Steine in Richtung der Polizei, wie auf Videoaufnahmen zu sehen war. Die Beamten eröffneten das Feuer.

AFP

Mindestens 163 Palästinenser und 6 israelische Polizisten wurden dabei verletzt. 

Mindestens 163 Palästinenser und 6 israelische Polizisten wurden dabei verletzt.

Ilia Yefimovich/dpa

  • Am letzten Freitag des Ramadan sind die Proteste der Palästinenser gegen israelische Siedler eskaliert.

  • Mindestens 163 Palästinenser sowie 6 israelische Polizisten sind dabei verletzt worden.

  • In den vergangenen Tagen kam es immer wieder zu Zusammenstössen, weil Dutzenden Palästinenserinnen und Palästinensern in Ost-Jerusalem eine Räumung ihrer Wohnung droht.

Bei Zusammenstössen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei sind in Jerusalem zahlreiche Menschen verletzt worden. Der Rettungsdienst palästinensischer Roter Halbmond vermeldete am Freitag 163 Verletzte, von denen 83 in Krankenhäuser gebracht worden seien. Die meisten hätten Verletzungen im Gesicht, darunter den Augen, erlitten, die von Gummi-umhüllten Kugeln und Splittern von Blendgranaten hervorgerufen worden seien. Israel berichtete, dass sechs Polizisten verwundet worden seien.

Am Abend hatte es Zusammenstösse zwischen Muslimen und der Polizei an der Al-Aksa-Moschee gegeben, einem bedeutenden Heiligtum für Muslime und Juden. Letztere nennen das Gebiet Tempelberg. Die Krawalle begannen während der Abendgebete an der Moschee. Muslime warfen Stühle, Schuhe und Steine in Richtung der Polizei, wie auf Videoaufnahmen zu sehen war. Die Beamten eröffneten das Feuer.

Palästinenser protestieren seit Tagen wegen drohender Räumung ihrer Wohnungen

In den vergangenen Wochen haben die Spannungen in Jerusalem zugenommen. Zu Beginn des Ramadans sperrte Israel einen beliebten Versammlungsort von Muslimen ab, die dort traditionell abends zusammenkommen, nachdem sie den ganzen Tag gefastet haben. Dies rief zweiwöchige Zusammenstösse hervor, bis Israel die Absperrung aufhob.

In den vergangenen Tagen kam es dann wieder zu Zusammenstössen, weil Dutzenden Palästinenserinnen und Palästinensern in dem Stadtviertel Scheich Dscharra in Ost-Jerusalem eine Räumung ihrer Wohnung droht. Sie führen seit langem einen Rechtsstreit gegen israelischen Siedler, die versuchen, dort Immobilien zu kaufen.

Wegen der drohenden Räumungen, vom israelischen Aussenministerium als Streit zwischen Privatparteien dargestellt, hat sich auch das Ausland eingeschaltet. Eine Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums sagte: «Es ist wichtig, einseitige Schritte zu vermeiden, die Spannungen verschärfen oder uns vom Frieden weiter entfernen würden. Und das würde Räumungen, Siedlungsaktivität und die Zerstörung von Häusern beinhalten.»

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GRA, Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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(DPA/sys)

Dutzende Palästinenser bei Zusammenstössen verletzt
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