«Ehe für alle»: Freunde der Verfassung ergreifen keine Position

Die Gegner der «Ehe für alle» erhalten keine Schützenhilfe durch die Freunde der Verfassung. Dagegen will der Verein sich für das Referendum gegen die Medienförderung stark machen.

Sollen homosexuelle Paare heiraten dürfen? Die Freunde der Verfassung wollen sich in dieser Frage nicht positionieren. (Symbolbild)

Sollen homosexuelle Paare heiraten dürfen? Die Freunde der Verfassung wollen sich in dieser Frage nicht positionieren. (Symbolbild)

Keystone

Am 26. September wird die Stimmbevölkerung darüber abstimmen, ob homosexuelle Paare künftig auch heiraten dürfen. Konservative Kreise aus der EDU, EVP, Die Mitte und SVP hatten das Referendum ergriffen. Der Schweiz dürfte ein emotionaler Abstimmungskampf bevorstehen. Klar ist nun: Die Gegner der «Ehe für alle» erhalten keine Unterstützung durch die Freunde der Verfassung. Der Verein werde zu diesem Thema «weder dafür noch dagegen aktiv werden», gab sein Vorstand am Samstag bekannt.

Die Gegner dürften das bedauern, haben die Freunde der Verfassung doch in der Vergangenheit ihr Mobilisierungspotenzial unter Beweis gestellt. Erst kürzlich gelang es dem Verein – gemeinsam mit dem Netzwerk Impfentscheid und dem Aktionsbündnis Urkantone –, für das zweite Referendum gegen das Covid-19-Gesetz über 180’000 Unterschriften zu sammeln.

Die Freunde der Verfassung möchten sich nun für das Referendum gegen das neue Mediengesetz engagieren. Die zusätzliche Förderung der Medien machen einen «freien Journalismus» unmöglich, argumentiert der Verein. Medien, die «am Tropf des Staates» hingen, seien nicht zu dulden. Das neue Medienpaket legt fest, wie der Bund künftig die Schweizer Medien finanziell unterstützen soll. (rwa)

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