«Ehe für alle» hat deutliche Mehrheit, Juso-Initiative verliert an Boden

Die Unterstützer der «Ehe für alle» können den Champagner schon mal vorsorglich in den Kühlschrank stellen. Den Juso droht dagegen der Abstimmungskater.

Viele Schweizerinnen und Schweizer wollen Ja sagen, damit alle Ja-sagen können.

Viele Schweizerinnen und Schweizer wollen Ja sagen, damit alle Ja-sagen können.

Keystone

Für die «Ehe für alle» sieht es kurz vor dem Urnengang vom 26. September gut aus. Gemäss der aktuellen Umfrage von 20 Minuten und Tamedia würden derzeit 66 Prozent der Stimmberechtigten Ja stimmen, 33 Prozent lehnen die Vorlage ab. «Die Vorlage findet bei Wählerinnen und Wählern aller Parteien Zustimmung – mit Ausnahme jener der SVP», heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch. Auch die Umfrage der SRG deutet auf ein deutliches Ja zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare hin. Ebenfalls Teil der Vorlage ist der Zugang zur Samenspende für lesbische Paare.

Je näher der Abstimmungstermin rückt, desto mehr verlieren Initiativen in der Regel an Zustimmung: Auch der Vorlage der Juso geht es so. Derzeit stimmen nur noch 40 Prozent der «99-Prozent-Initiative» zu, wie die Umfrage ergab. 55 Prozent lehnen sie ab. «Damit ist die Ablehnung im Vergleich zur ersten Umfrage-Welle um sechs Prozentpunkte gestiegen», heisst es in der Mitteilung. Lediglich bei Wählerinnen und Wähler der SP und der Grünen findet das Anliegen eine Mehrheit.

Die Juso fordert mit ihrer Initiative die eineinhalbfach so starke Besteuerung von Kapitaleinkommen aus Dividenden und Zinsgewinnen über einem Freibetrag von 100’000 Franken. (mg)

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