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Beim Spaziergang gleich etwas Bärlauch für das Pesto pflücken? Im April hat das grüne Kraut Hochsaison, aber auch fiese Doppelgänger. Ein Fehlgriff kann lebensbedrohlich sein.

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Junge Bärlauchblätter lassen sich für verschiedenste Gerichte verwenden. Beginn der Saison ist im März und sie dauert circa  zwei Monate. Einige andere Pflanzen sehen dem Küchenklassiker zum Verwechseln ähnlich, sind aber giftig.

Junge Bärlauchblätter lassen sich für verschiedenste Gerichte verwenden. Beginn der Saison ist im März und sie dauert circa zwei Monate. Einige andere Pflanzen sehen dem Küchenklassiker zum Verwechseln ähnlich, sind aber giftig.

Wikipedia/CC BY-SA 3.0

Damit bei einem  Zuhause nur die knoblauchartigen Blätter und Knospen des Bärlauchs im Topf landen, sollte man einiges beachten.

Damit bei einem Zuhause nur die knoblauchartigen Blätter und Knospen des Bärlauchs im Topf landen, sollte man einiges beachten.

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Im Unterschied zum Bärlauch bilden beim Maiglöckchen mehrere Blätter zusammen einen Stiel. Zudem glänzt die Unterseite der Maiglöckchen, nicht aber die des Bärlauchs.

Im Unterschied zum Bärlauch bilden beim Maiglöckchen mehrere Blätter zusammen einen Stiel. Zudem glänzt die Unterseite der Maiglöckchen, nicht aber die des Bärlauchs.

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  • Bärlauch selber zu pflücken, erfreut sich grosser Beliebtheit.

  • Es ist wichtig, die giftigen Doppelgänger der Pflanze zu kennen.

  • Der Riechtest funktioniert nur bei den ersten Blättern.

Ab Anfang März spriesst der beliebte «wilde Knoblauch» an schattigen Plätzen in Wäldern unter Bäumen oder hohen Sträuchern. Bärlauch lässt sich vielfältig in der Küche verwenden, zum Beispiel eignet sich die krautartige Pflanze für Pasta, Dips und Apéro-Gebäcke oder die Bärlauch-Knospen, eingemacht, für Salate.

Bärlauchpflücken als Zeitvertreib

Am besten pflückt man Bärlauch im April, wenn er Hochsaison hat. Zum Beispiel bei einem ausgedehnten Waldspaziergang. Wer in Kräuterkunde nicht so fit ist, sollte sich aber einige Tipps und Hinweise zu Herzen nehmen. Es begegnen einem immer wieder fiese Doppelgänger, die beim Verzehr im schlimmsten Fall sogar lebensgefährlich sein können.

Bärlauch ist, wenn man seine Eigenheiten kennt, gut zu erkennen. So treibt die Pflanze meist zwei, in seltenen Fällen drei längliche Blätter aus. Jedes Blatt weist einen einzelnen, klar erkennbaren Blattstiel auf. Es wird empfohlen, pro Pflanze nur ein Blatt zu pflücken, damit sich die Pflanze erholen kann, um den Bestand zu sichern. Bilden mehrere Blätter einen Stiel, oder glänzt die Unterseite der Pflanze im Licht, handelt es sich dabei um ein Maiglöckchen: Vorsicht, giftig! Versehentlich verzehrt führt diese Pflanze zu Übelkeit und Erbrechen.

Was ist glänzend und giftig?

Die hochgiftige «Herbstzeitlose» hat im Vergleich zum Bärlauch keinen richtigen Stiel, sondern wächst direkt aus einer Rosette am Waldboden. Ausserdem glänzen Ober- wie Unterseite, beim Bärlauch glänzt nur die Oberseite.

Der dritte Doppelgänger ist der Aronstab. Junger Aronstab weist im Anfangsstadium eine ähnliche Blattform wie der Bärlauch auf, mit der Zeit grenzt er sich aber mit seiner typischen Pfeil- oder auch Schaufelform immer mehr ab. Weiter verlaufen die Blattadern vom Bärlauch, also die feinen Linien auf den Blättern, parallel und die des Aronstabs unregelmässig, ausserdem ist am Ende der Blätter ein Widerhaken am Stielansatz zu erkennen.

Vom Riechtest wird mittlerweile abgeraten

Von dem Trick, die Blätter zwischen den Finger zu zerreiben, da Bärlauch einen starken Knoblauchgeruch entfaltet, raten Experten mittlerweile ab. Bei den ersten zwei bis drei Blättern mag diese Taktik funktionieren, später ist diese aber nutzlos, da die Finger selber nach Knoblauch riechen.

Eine Vergiftung mit Herbstzeitlosen macht sich erst einige Stunden nach Verzehr bemerkbar. Sollte einem also nach dem Genuss von Bärlauch übel sein, sollte sofort ärztliche Hilfe geholt oder der Giftnotruf über die Nummer 145 verständigt werden.

Blüht der Bärlauch, ist die Saison vorbei. Etwa im Mai, wenn er weisse Blüten trägt, werden die Blätter bitter und verlieren ihren charakteristischen Geschmack. Tipp: Fein hacken und einfrieren.

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Ein Fehlgriff kann tödlich enden
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