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Die Stadt Zürich hat Lärmmessungen an einer beliebten Autoposer-Strecke ausgewertet. Die lautesten Fahrten sind demnach mit einem Presslufthammer vergleichbar.

  • Die Stadt Zürich hat wegen Lärm von Autoposern mehrere Messungen durchgeführt.

  • In einer Nacht konnten demnach rund ein Drittel der Vorbeifahrten an der Hohlstrasse den Autoposern zugeordnet werden.

  • Die lautesten Fahrten sind mit einem Presslufthammer vergleichbar.

Wie viel Lärm entsteht durch Autoposer? Dieser Frage ging eine Untersuchung der Stadt Zürich nach. Pünktlich zum internationalen Tag gegen Lärm wurden am Mittwoch die Ergebnisse veröffentlicht. Im September 2020 hatten Messungen an der Hohlstrasse stattgefunden – laut Mitteilung einer beliebten Strecke für Autoposer. In einer Nacht wurde demnach rund ein Drittel der Fahrten den Autoposern zugeordnet.

An elf Tagen wurden Lärmmessungen durchgeführt. Der Dauerschallpegel erhöht sich demnach in den Wochenendnächten um bis zu vier Dezibel, in der Zeit um Mitternacht um fünf Dezibel. Die lautesten Fahrten haben laut der Messungen in einer Distanz von zwölf Metern zum Mikrofon Lärmimmissionen von 99 Dezibel erzeugt. «Das ist gleich laut, wie wenn man neben einem Presslufthammer stehen würde», schreibt die Stadt.

Um 24 Dezibel höherer Maximalpegel

Durchschnittlich hätten die Vorbeifahrten von Autoposern einen um 24 Dezibel höheren Maximalpegel aufgewiesen als normale Vorbeifahrten. «Sie werden damit als viermal lauter wahrgenommen.» Die Lärmbelastung habe neben der Störung der Anwohnenden auch gesundheitliche Folgen, weil es zu Aufwachreaktionen kommen könne.

Stadtpolizei Zürich

«Autos, die sinnlosen und vermeidbaren Lärm verursachen, sind in der Stadt Zürich unerwünscht», lässt sich Stadträtin Karin Rykart (Grüne) zitieren. Die Fahrzeuglenkenden müssten damit rechnen, dass sie verzeigt würden und ihre Autos kontrolliert und wenn nötig sichergestellt werden. «Die Stadtpolizei wird auch in Zukunft konsequent durchgreifen, um die Bevölkerung vor störendem und unnötigem Lärm zu schützen», so die Vorsteherin des Sicherheitsdepartements.

2020 kam es im Zusammenhang mit Autoposern zu insgesamt 479 Verzeigungen durch die Stadtpolizei. 2021 wurden bisher 317 Verzeigungen vorgenommen. Die Stadtpolizei will verkehrsgefährdende Situationen verhindern und Autoposer-Treffpunkte kontrollieren. Sie versuche, nicht vorschriftsgemässes Verhalten zu ahnden und Fahrzeuge mit unerlaubten Manipulationen zu identifizieren.

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Eine Autoposer-Fahrt war so laut wie ein Presslufthammer
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