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Die Rudolf-Steiner-Schule Birseck ist seit Montag im Fernunterricht, acht Schulklassen mussten in Quarantäne. Der kantonsärztliche Dienst spricht von einer besorgniserregenden Situation und kritisiert fehlende Testbereitschaft bei den Eltern.

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Nachdem 20 Personen an der Rudolf-Steiner-Schule Birseck in Duggingen BL positiv getestet wurden, wurde für die ganze Schule Fernunterricht angeordnet.

Nachdem 20 Personen an der Rudolf-Steiner-Schule Birseck in Duggingen BL positiv getestet wurden, wurde für die ganze Schule Fernunterricht angeordnet.

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Nachdem eine Lehrperson positiv getestet wurde, wurden mehrere Klassen vom Kanton zum Test aufgeboten, wobei 19 weitere Covid-19-Infektionen nachgewiesen wurden.

Nachdem eine Lehrperson positiv getestet wurde, wurden mehrere Klassen vom Kanton zum Test aufgeboten, wobei 19 weitere Covid-19-Infektionen nachgewiesen wurden.

Kanton Baselland

Die Maskenpflicht ist bei Eltern umstritten. Wegen der «Maulkörbe» kam es an einer Elternsitzung an der Schule bereits zum Eklat.

Die Maskenpflicht ist bei Eltern umstritten. Wegen der «Maulkörbe» kam es an einer Elternsitzung an der Schule bereits zum Eklat.

20min/Marco Zangger

Die Rudolf-Steiner-Schule Birseck in Duggingen BL informierte am Dienstag die Öffentlichkeit über einen Corona-Ausbruch, weswegen vom Kantonsarzt für die gesamte Schule bis zu den Frühlingsferien Fernunterricht verfügt worden sei. Dies, nachdem vier Mitarbeitende und 16 Schülerinnen und Schüler positiv getestet wurden. Acht Klassen wurden deswegen in Quarantäne geschickt. Die Schule besuchen insgesamt rund 440 Schülerinnen und Schüler.

Recherchen des Portals «Bajour» zeigen, dass der Ausbruch an der Schule den kantonsärztlichen Dienst in Alarmbereitschaft versetzt hat. Dieser liess vergangenen Freitag ein Schreiben via Schule an die Eltern weiterleiten. Darin heisst es: «Die Situation bei der Rudolf Steiner Schule Birseck erachten wir als besorgniserregend. Alleine schon die hohe Zahl der Infizierten ist erschreckend. Zudem ist zu vermuten, dass wegen der fehlenden Bereitschaft, sich testen zu lassen, einige Fälle nicht erkannt werden konnten.»

Eltern wehrten sich gegen «Maulkörbe»

Quellen aus dem Schulumfeld bestätigten Bajour diesen Eindruck. So gibt es in der Elternschaft eine Fraktion, die Masken als «nutzlose Maulkörbe» abtun und an Elternsitzungen schon für einen Eklat sorgten. Der Konflikt habe sich derart zugespitzt, dass beim kantonsärztlichen Dienst gar eine Anzeige eingegangen ist, in der die angeblichen Missstände an der Schule angeprangert wurden.

Skepsis gegenüber den Corona-Massnahmen in anthroposophischen Kreisen ist nicht unüblich. Eine Nähe von Anhängern der Querdenker-Bewegung zur Anthroposophie zeigte auch eine Untersuchung der Universität Basel. Allerdings sah sich die medizinische Sektion des Goetheanums im Januar zu einer Empfehlung für die Covid-Impfung veranlasst. Anthroposophen gelten gemeinhin als impfskeptischer als der Rest der Bevölkerung. Die Bewegung hat ihren Sitz in Dornach SO, die Steiner-Schule Birseck liegt in der Nachbargemeinde Duggingen.

Schule setzt Massnahmen streng durch

Für die Schulleitung selbst stehen die von Kanton und Bund verordneten Schutzmassnahmen nicht zur Debatte. Diese würden umgesetzt und man stehe in regelmässigem Kontakt mit dem Kantonsarzt und dem Amt für Volksschulen. Schulintern werden die Massnahmen konsequent durchgesetzt. Im Falle einer Lehrperson seien sogar personalrechtliche Massnahmen ergriffen worden.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Eltern wehrten sich gegen Masken, jetzt ist Steiner Schule Corona-Hotspot
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