Aktualisiert

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat jegliche Verwicklung in den Tod des Aktivisten Witaly Schischow in der Ukraine zurückgewiesen.

1 / 4

Der belarussische Diktator Alexander Lukaschenko geht mit eiserner Hand gegen Regimekritikerinnen und Regimekritiker vor. 

Der belarussische Diktator Alexander Lukaschenko geht mit eiserner Hand gegen Regimekritikerinnen und Regimekritiker vor.

Quelle: Reuters

Witaly Schischow wurde erhängt in einem Park aufgefunden.

Witaly Schischow wurde erhängt in einem Park aufgefunden.

Instagram/Vitali Schischow

Er war zuvor beim Joggen verschwunden.

Er war zuvor beim Joggen verschwunden.

Instagram/Vitali Schischow

  • Lukaschenko streitet jegliche Beteiligung seitens Belarus am Mord an Schischow ab.

  • Weiter sagt er, dass Timanowskaja nicht von alleine von Japan nach Polen geflohen sei.

  • Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies seine Sicherheitsbehörden an, Belarussen und Belarussinnen zu helfen.

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat jegliche Verwicklung der Behörden seines Landes in den Tod des Aktivisten Witaly Schischow in der Ukraine zurückgewiesen. «Schischow, wer ist das für mich oder für Belarus?”, sagte Lukaschenko am Montag bei einer Pressekonferenz in Minsk. «Er war ein Niemand für uns. Wer wäre da hingefahren, um ihn zu hängen?»

Schischow war vergangene Woche erhängt in einem Park der ukrainischen Hauptstadt Kiew aufgefunden worden. Die ukrainischen Behörden ermitteln unter anderem wegen «als Selbstmord getarnten Mordes». Schischows Umfeld geht von einer «gezielten Operation» des belarussischen Geheimdienstes aus. Der 26-Jährige hatte eine Organisation geführt, die Belarussen bei der Emigration in die Ukraine hilft.

Der Vorfall belastet auch die Beziehungen der beiden Nachbarstaaten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies die Sicherheitsbehörden seines Landes infolge des mysteriösen Todes an, belarussischen Exilanten zusätzlichen Schutz zu gewähren.

«Sie hätte das niemals alleine gemacht»

Lukaschenko wetterte bei der Pressekonferenz ein Jahr nach seiner umstrittenen Wiederwahl auch gegen die belarussische Olympia-Teilnehmerin Kristina Timanowskaja. Die Sprinterin hatte bei den Spielen in Tokio erklärt, sie fürchte, entführt zu werden, nachdem sie Sportfunktionäre ihres Landes kritisiert hatte. Sie verliess daraufhin Japan und begab sich nach Polen, wo sie ein humanitäres Visum erhielt. «Sie hätte das niemals allein gemacht», sagte Lukaschenko. «Sie wurde von ihren polnischen Kumpels angeleitet.»

Der seit fast drei Jahrzehnten autoritär regierende Staatschef war vor einem Jahr trotz massiver Betrugsvorwürfe zum Sieger der Präsidentschaftswahl erklärt worden. Dies löste in Belarus beispiellose Massenproteste aus, die von den Sicherheitskräften brutal niedergeschlagen wurden. Seitdem gehen die Behörden mit zunehmender Härte gegen Regierungskritikerinnen und -kritiker vor. Viele Belarussen fliehen angesichts der Repression in die benachbarte Ukraine, nach Polen oder Litauen.

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

(afp/fos)

«Er war ein Niemand für uns. Wer wäre da hingefahren, um ihn zu hängen?»
Source:
Source 1

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here