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Der Hauptverdächtige Christian B. habe das Mädchen 2007 nicht entführt und getötet. Es gebe keine Beweise, dass dieser damals in die Ferienwohnung eingebrochen sei.

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Die Eltern der 2007 spurlos verschwundenen Maddie, Gerry und Kate McCann, stehen für den ehemaligen portugiesischen Chefermittler noch immer unter Verdacht.

Die Eltern der 2007 spurlos verschwundenen Maddie, Gerry und Kate McCann, stehen für den ehemaligen portugiesischen Chefermittler noch immer unter Verdacht.

imago/GlobalImagens

Im Interview mit der «Bild»-Zeitung wiederholt dieser seine Vorwürfe, die er bereits in der Vergangenheit machte.

Im Interview mit der «Bild»-Zeitung wiederholt dieser seine Vorwürfe, die er bereits in der Vergangenheit machte.

REUTERS

Madeleine McCann verschwand im Mai 2007 im portugiesischen Ferienort Praia da Luz spurlos.

Madeleine McCann verschwand im Mai 2007 im portugiesischen Ferienort Praia da Luz spurlos.

imago images/imagebroker

  • Der ehemalige Chefermittler im Fall Maddie glaubt nicht an die Schuld des Hauptverdächtigen im Fall Christian B.

  • Die deutsche Staatsanwaltschaft habe keine Beweise gegen diesen in der Hand.

  • Für Amaral stehen noch immer die Eltern der damals dreijährigen Maddie unter Verdacht.

Der ehemalige Chefermittler im Fall Maddie, Goncalo Amaral, glaubt weiterhin nicht daran , dass der deutsche Hauptverdächtige Christian B. das damals dreijährige Mädchen entführt und getötet haben soll. «B. hat mit Maddies Verschwinden nichts zu tun. Die Hauptverantwortlichen sind die Eltern», erklärt er gegenüber der «Bild»-Zeitung.

Goncalo Amaral beschuldigte Eltern bereits früher

2007 verschwand die damals drei Jahre alte Madeleine (Maddie) McCann aus einer Ferienwohnung in einem Resort an der portugiesischen Algarve-Küste. Die Ermittlungen brachten jahrelang keine Ergebnisse, zwischenzeitlich wurden auch die Eltern verdächtigt, etwas mit dem Verschwinden ihrer Tochter zu tun gehabt zu haben. Erst im Sommer 2020 kam es zum Durchbruch, als deutsche Ermittler einen neuen Hauptverdächtigen präsentierten: Christian B. (44). Dieser sitzt wegen anderer Vergehen bereits seit längerem in Haft.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ist mittlerweile überzeugt, dass Maddie tot ist. Noch immer hat sie allerdings keine Anklage gegen B. erhoben. Die Behörden sollen den inhaftierten Sexualstraftäter noch nicht einmal zum Fall vernommen haben. Der ehemalige Chefermittler Goncalo Amaral hatte in der Vergangenheit immer wieder die These vertreten, Gerry und Kate McCann hätten etwas mit dem Verschwinden Maddies zu tun gehabt. Die portugiesische Polizei und Chefermittler Amaral wurden für ihr Vorgehen in den Ermittlungen jedoch auch stark kritisiert. Der heute 61-Jährige hielt auch nach seiner Entlassung an seinen Anschuldigungen fest. In einem Buch, das er veröffentlichte sowie in einer Netflix-Doku 2019 wiederholte er seine Vorwürfe, die Eltern hätten eine Entführung inszeniert.

«Die Meinung eines portugiesischen Ex-Polizisten interessiert uns wenig»

Im «Bild»-Interview doppelt Amaral nach. Brückners Name habe zwar bereits kurz nach dem Verschwinden von Maddie auf einer Liste bekannter Pädophiler in der Region rund um Praia de Luz gestanden. «Man hat an seine Tür geklopft, aber er war nicht zu Hause», erklärt er. Dass der Deutsche in die Ferienwohnung der McCanns eingebrochen, das Kind entführt, und dabei keinerlei Fingerabdrücke hinterlassen haben soll, glaubt Amaral aber nicht. «Das Ganze dient nur der Konstruktion, damit die Leute sagen: Was ist dieser Brückner für ein Monster!» Auch wiederholt er seine Vorwürfe, dass die Eltern Gary und Kate McCann die Nachricht des Verschwindens ihrer Tochter damals gleichgültig aufgenommen hätten. Die Fingerabdrücke der Mutter seien zudem die einzigen, die in der Ferienwohnung gefunden wurden.

Der zuständige Staatsanwalt in Braunschweig, Hans Christian Wolters, schmettert die Vorwürfe ab. «Die Meinung eines portugiesischen Ex-Polizisten interessiert uns wenig. Wir gehen davon aus, dass ihm unsere Akten nicht vorliegen. Deshalb sind seine Schlussfolgerungen völlig irrelevant», erklärt er gegenüber der «Bild»-Zeitung.

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Ex-Chefermittler glaubt immer noch an Schuld der Eltern im Fall Maddie
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