Fabienne Fischer zieht in Genfer Regierung ein – Maudet mit Achtungsergebnis

Die Grüne Fabienne Fischer gewinnt die Ersatzwahlen um den Einzug in die Genfer Regierung. Pierre Maudet hat seine Niederlage akzeptiert. Es sei nun Zeit des Rückzugs und der Besinnung.

Fabienne Fischer hat die Ersatzwahlen in Genf gewonnen.

Fabienne Fischer hat die Ersatzwahlen in Genf gewonnen.

Keystone

(abi) Die Genfer Stimmberechtigten haben am Sonntag die Kandidatin der Grünen, Fabienne Fischer, mit über 41 Prozent in die Regierung gewählt. Fischer erhielt 47’507 Stimmen. Auf Platz zwei folgt Pierre Maudet mit 38’184 Stimmen. Er konnte damit zwar «seinen» nach dem Rücktritt frei gewordenen Sitz nicht zurückerobern, erzielte aber einen Achtungserfolg: Maudet erhielt am Sonntag jede dritte Stimme.

Weit hinter den beiden kommen die anderen beiden Kandidierenden zu liegen: Die neu angetretene Genfer CVP-Präsidentin Delphine Bachmann kommt auf 15’408 Stimmen. Yves Nidegger von der SVP erzielt 12’485 Stimmen.

Pierre Maudet hatte bereits am Nachmittag nach der Auszählung der Briefstimmen online seine Niederlage eingeräumt. Er nehme die heutigen Ergebnisse zur Kenntnis und gratuliere Fabienne Fischer zum Sieg, schrieb er in einem Communiqué.

Der heutige Tag markiere einen Meilenstein in seiner politischen Karriere. «Es ist eine Zeit des Rückzugs und der Besinnung.» Aufgrund der Unterstützung, die er von den Wählerinnen und Wählern erhalten habe, werde er sich künftig anders für den Kanton engagieren, kündigte er an.

Gestolpert über Luxus-Reise

Die Ersatzwahl in die Genfer Regierung wurde nötig, da Pierre Maudet nach zahlreichen Eklats um seine Person sein Amt zur Verfügung stellte. Gleichzeitig kündigte er seine Kandidatur als Parteiloser um seine eigene Nachfolge an. Das ehemalige FDP-Mitglied war erst kürzlich von einem Gericht wegen Vorteilsannahme im Zusammenhang mit seiner Luxus-Reise nach Abu Dhabi verurteilt worden. Ausserdem hatte ihm der Genfer Staatsrat seine Dossiers entzogen, nachdem ein externer Bericht gravierende Missstände aufgezeigt hatte.

Im ersten Wahlgang Anfang März erzielte kein Kandidat das absolute Mehr. Am nächsten kam ihm bereits damals Fabienne Fischer. Auf Platz zwei folgte überraschend Pierre Maudet. Im zweiten Wahlgang trat neben Fischer und Maudet neu auch die CVP an. Sie schickte auf einer gemeinsamen Liste mit der BDP Delphine Bachmann in den Wahlkampf. Die SVP wiederum trat erneut mit Nationalrat Yves Nidegger an. Die FDP zog ihren Kandidaten, Cyril Aellen, zurück.

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