FDP: Der Start des wahrscheinlichen neuen Partei-Präsidenten Thierry Burkart ist geglückt

Der Aargauer Ständerat Thierry Burkart vermittelt die richtigen Botschaften: Zusammenarbeit mit dem linksliberalen Flügel der Partei, keine Abkehr von ökologischen Zielen. Ausserdem setzt Burkart auf junge Kräfte in der Partei. Das suggeriert Dynamik.

Arbeitet am «freisinnigen Aufbruch»: Ständerat Thierry Burkart.

Arbeitet am «freisinnigen Aufbruch»: Ständerat Thierry Burkart.

KEYSTONE

In Bundesbern spricht man bereits von Thierry Burkarts Jugend-Combo: Der wahrscheinliche neue Präsident der FDP will das Präsidium der Partei um zwei Parlamentarier erweitern, die 33 und 27 Jahre alt sind. Mit Ständerätin Johanna Gapany und Nationalrat Andri Silberschmidt sinkt das Durchschnittsalter im Führungsgremium auf 37.

Das junge Team soll Dynamik vermitteln und Aufbruchstimmung verbreiten. Die FDP hat das dringend nötig, denn die Partei reiht eine Niederlage an die andere und fällt mit internem Streit auf. Burkart fand dazu die richtigen Worte, indem er betonte, dass in der Partei das Einigende und nicht das Trennende im Vordergrund stehen müsse.

Er bekannte sich zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens und reagierte damit auf Skeptiker, die argwöhnen, dass die FDP unter Burkart jegliche ökologische Ambition aufgeben werde. Auch dass sich freisinnige Köpfe wieder stärker als Experten in den einzelnen politischen Dossiers profilieren sollten, ist richtig.

Der linke Parteiflügel hält Burkart vor, dass er sich gegen den EU-Rahmenvertrag und das CO2-Gesetz engagierte. Die Linksliberalen hatten genug Zeit, einen eigenen Kandidaten zu lancieren. Sie fanden aber niemanden, der die Mühen des Amtes auf sich nehmen will.

Das wirkt schwach. Den Linksliberalen bleibt nun nichts anderes, als dem neuen Parteipräsidenten eine Chance zu geben und konstruktiv mitzuarbeiten. Sonst wird es kaum etwas mit dem Aufbruch der FDP, den Thierry Burkart beschwört.

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