Frauenkongress: Charta für feministische Gewerkschaftsarbeit verabschiedet

Bessere Löhne, höhere Renten, Schutz vor Diskriminierung: Über 200 Gewerkschafterinnen haben am Frauenkongress des Gewerkschaftsbundes neue Ziele definiert.

Der Frauenkongress verabschiedete eine Charta für feministische Gewerkschaftsarbeit.

Der Frauenkongress verabschiedete eine Charta für feministische Gewerkschaftsarbeit.

SGB

Rund 220 Gewerkschafterinnen trafen sich von Freitag bis Samstag auf dem Berner Gurten, um für die nächsten vier Jahre Ziele in Sachen Gleichstellung festzulegen. Für die Delegierten sei klar, dass in der Arbeitswelt «entscheidende und strukturelle Gleichstellungsprobleme angegangen werden müssen», schreibt der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) in einer Mitteilung vom Samstag.

Der Frauenkongress verabschiedete an den zwei Tagen verschiedene Resolutionen. So sollen unter anderem die Frauenrenten gestärkt sowie Betreuungs- und Pflegearbeit besser organisiert werden. Weiter fordern die Delegierten die Ratifizierung der Konvention 190 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Das Übereinkommen erkennt das Recht aller auf eine Arbeitswelt frei von Gewalt und Belästigung an und bietet einen gemeinsamen Handlungsrahmen. Der Kongress fordert die Gewerkschaftspräsidien und die Spitze des SGB auf, mit politischem Druck eine Ratifizierung zu erwirken.

Charta an SGB-Präsidenten überreicht

Ausserdem verabschiedeten die Gewerkschafterinnen am Samstag eine Charta, welche die «politischen Leitplanken für eine feministische Gewerkschaftsbewegung» vorgibt, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Diese schreibt unter anderem fest, dass sich die Gewerkschaften für die gleiche Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen Frauen und Männern sowie für die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit mit unbezahltem Engagement einsetzen.

Bezüglich der Funktionsweise der Gewerkschaften selbst stellt die Charta Grundsätze auf, wie beispielsweise die Sensibilisierung der Mitglieder bezüglich allen Formen von Diskriminierung oder die gleiche Verteilung von Redezeit an Versammlungen und Sitzungen. Die Charta wurde dem SGB-Präsidenten Pierre-Yves Maillard überreicht. (agl)

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