Fürstin Marie von und zu Liechtenstein 81-jährig im St.Gallischen Grabs gestorben

Nach einem Schlaganfall starb die Fürstin Marie von und zu Liechtenstein am Samstag in einem Krankenhaus in Grabs im Kanton St.Gallen.

Die Fürstin Marie zusammen mit ihrem Ehemann Fürst Hans-Adam II. unterwegs in Vaduz am Liechtensteiner Staatsfeiertag 2019.

Die Fürstin Marie zusammen mit ihrem Ehemann Fürst Hans-Adam II. unterwegs in Vaduz am Liechtensteiner Staatsfeiertag 2019.

Bild: Keystone

Die Fürstin Marie von und zu Liechtenstein ist tot. Die Ehefrau von Fürst Hans-Adam II. verstarb am Samstag mit 81 Jahren in einem Krankenhaus im St.Gallischen Grabs, wie das Fürstentum in einer Stellungnahme mitteilte. Der Gesundheitszustand der Fürstin habe sich nach einem Schlaganfall vom Mittwoch stetig verschlechtert. Sie sei «im Beisein der Familie und nach Empfang der heiligen Sterbesakramente friedlich und in grossem Gottvertrauen entschlafen», so das Fürstentum. Die Fürstin galt als sozial sehr engagiert und kunstaffin. Zuletzt hatte sie nur noch selten öffentliche Auftritte wahrgenommen.

Fürstin Marie wurde laut Angaben des Hofes als viertes von sieben Kindern in Prag geboren. Ihre Eltern mussten, als sie noch ein Kind war, nach Deutschland fliehen. Dort ging sie bis zum Abitur zur Schule. Nach einem Sprachaufenthalt in England absolvierte sie die Akademie für Gebrauchsgraphik der Universität München. 1967 heiratete sie Fürst Hans-Adam II. Das Paar hat insgesamt vier Kinder. Drei Jahrzehnte stand sie dem Liechtensteinischen Roten Kreuz vor.

Eine Woche Staatstrauer

Das 160 Quadratkilometer grosse Fürstentum Liechtenstein ist mit rund 39’000 Einwohnern einer der kleinsten Staaten der Welt und sehr wohlhabend. Das Land ist eine konstitutionelle Erbmonarchie. Der Fürst kann unter anderem die Regierung und das Parlament auflösen und Volksentscheide ausser Kraft setzen. Fürst Hans-Adam II. (76) hat die Regierungsgeschäfte 2004 seinem Sohn, Erbprinz Alois, übertragen, der mit Herzogin Sophie in Bayern verheiratet ist.

Das Ableben der Fürstin löst im Fürstentum offenbar grosse Betroffenheit aus. Die Regierung hat eine siebentägige Staatstrauer angeordnet, wie sie am Sonntag bekanntgab. Öffentliche Gebäude werden in den Landesfarben und den Farben des Fürstenhauses beflaggt und die Bevölkerung ist aufgerufen, dies an ihren Privatgebäuden ebenso zu tun. An Veranstaltungen und Feierlichkeiten sollen Schweigeminuten abgehalten werden. (dpa/gb)

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