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Ein Wicht mit nacktem Hintern und ein Gartenzwerg mit ausgestrecktem Mittelfinger haben zu einem bizarren Rechtsstreit vor dem Bezirksgericht Laufenburg geführt.

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Ein Seniorenpaar nervt sich über einen Zwerg mit einem nackten Po (Symbolbild) im Garten des Nachbarn und ist deswegen vor das Bezirksgericht Laufenburg gezogen.

Ein Seniorenpaar nervt sich über einen Zwerg mit einem nackten Po (Symbolbild) im Garten des Nachbarn und ist deswegen vor das Bezirksgericht Laufenburg gezogen.

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Eine Nachbarin stellte im Garten einen Wicht mit heruntergelassener Hose und nacktem Hintern (Symbolbild) auf, eine zweite Nachbarspartei einen Zwerg mit ausgestrecktem Mittelfinger.

Eine Nachbarin stellte im Garten einen Wicht mit heruntergelassener Hose und nacktem Hintern (Symbolbild) auf, eine zweite Nachbarspartei einen Zwerg mit ausgestrecktem Mittelfinger.

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  • Das Bezirksgericht Laufenburg hat sich mit einem Wicht mit nacktem Hintern befasst.

  • Der Anwalt der Kläger gab an, dass sich diese vom Anblick verletzt gefühlt hätten.

  • Der Verteidiger sagte, dass es erstaunlich sei, was man alles in eine Figur hineininterpretieren könne.

Ein älteres Paar aus dem oberen Fricktal fühlt sich von Gartenzwergen terrorisiert: Eine Nachbarin stellte im Garten einen Wicht mit heruntergelassener Hose und nacktem Hintern auf, eine zweite Nachbarspartei einen Zwerg mit ausgestrecktem Mittelfinger. Diese Gartenzwerge sah das Paar beim Blick aus ihrem Wohnzimmerfenster, worauf es eine Zivilklage einreichte, wie Zeitungen von «CH Media» berichten.

«Blickte ich nach Norden, sah ich einen Arsch»

Nun hat sich das Bezirksgericht Laufenburg damit auseinandergesetzt. Vor Gericht sei bloss die Nachbarin mit dem Gartenzwerg erschienen, der blank zog, schreiben die Zeitungen. Im Gegensatz zu den anderen Nachbarn habe sich die 49-Jährige nämlich geweigert, den Zwerg umzuplatzieren. «Wenn die Nachbarn direkt und ohne Anwalt auf mich zugekommen wären, hätte ich es mir überlegt», sagte die Angeklagte.

«Blickte ich nach Norden, sah ich einen Arsch, schaute ich aus dem Küchenfenster, sah ich einen Stinkefinger», klagte der Senior vor dem Bezirksgericht. Die Angeklagte erwiderte, dass sie ihren Gartenzwerg von den Kindern ihrer Schwägerin erhalten habe. «Den Zwerg finde ich lustig», sagte einer der fünf Zeugen vor Gericht. «Es hat in dem Garten auch Flamingos und viele andere Sachen zum Anschauen.»

Bezirksgericht wartet mit Urteil ab

Die Staatsanwaltschaft forderte eine bedingte Geldstrafe von fünf Tagessätzen zu je 210 Franken und eine Busse über 300 Franken. Sie erklärte, dass die Beschuldigte mit dem Zwerg «Geringschätzigkeit und Verachtung» zum Ausdruck gebracht habe. Der Besitzer des Zwergs mit dem ausgestreckten Mittelfinger beschuldigte den Senior, in seine Toilette hineinfotografiert zu haben. Das Seniorenpaar stritt das aber ab.

Der Verteidiger sagte, dass es erstaunlich sei, was man alles in eine Figur hineininterpretieren könne. Der Anwalt der Kläger hielt dagegen, dass diese sich beschimpft und in der Ehre verletzt gefühlt hätten. Ein Urteil hat das Bezirksgericht noch nicht gefällt. Die Vorsitzende Beat Ackle riet den beiden Parteien allerdings, in Zukunft möglichst wenig Kontakt miteinander zu halten: «Sonst machen sie sich kaputt.»

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Gartenzwerg provoziert mit nacktem Hintern – Nachbarn ziehen vor Gericht
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