Geri Pfister und Cédric Wermuth schlagen Armin Laschet und Olaf Scholz

Das «Triell» der deutschen Spitzenpolitiker hat rhetorisch enttäuscht. Und Schweizer Vorurteile Lügen gestraft. Zeit, den helvetischen Minderwertigkeitskomplex abzulegen.

Einschläfernd: Armin Laschet, Annalena Baerbock und Olaf Scholz bei der Kanzler-Debatte auf RTL.

Einschläfernd: Armin Laschet, Annalena Baerbock und Olaf Scholz bei der Kanzler-Debatte auf RTL.

Michael Kappeler / Pool / EPA

Früher haben wir in der Schweiz politische Debatten im deutschen Fernsehen mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Eifersucht verfolgt. Zu Zeiten von Schröder, Stoiber und Steinbrück verliefen solche Debatten wie ein Champions-League-Match, angriffslustig und mit rhetorischen Volltreffern, während TV-Sendungen mit helvetischen Politikern auf Nati-B-Niveau dahindümpelten.

Doch nach dem «Triell» mit Armin Laschet (CDU), Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne) auf RTL muss man feststellen: In mancher «Arena»-Sendungen sind das Spieltempo höher und die rhetorischen Dribblings raffinierter. In einem Triell mit Gerhard Pfister (CVP), Cédric Wermuth (SP) und Regula Rytz oder Balthasar Glättli (Grüne) wären wir kaum eingeschlafen.

Hat sich nun das helvetische oder das deutsche Personal verändert? Einerlei. Höchste Zeit jedenfalls, dass die Schweizer Polit-Liga ihren Minderwertigkeitskomplex ablegt.

Geri Pfister und Cédric Wermuth schlagen Armin Laschet und Olaf Scholz
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