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In Weesen SG waren in der Nacht auf Sonntag Knallgeräusche zu hören. Anwohner berichten ebenfalls von Lichtblitzen. Was das verursacht haben könnte, ist noch unklar.

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«Es war die Hölle, vor allem für meinen Hund», sagt eine Anwohnerin. 

«Es war die Hölle, vor allem für meinen Hund», sagt eine Anwohnerin.

privat

In der Nacht auf Sonntag habe es in Weesen SG Umgebung Hirschen mehrere Knalle gegeben. Beim gelben Gebäude habe Licht gebrannt, beim zweiten Knall sei jemand dorthin gelaufen. Ob der Krach aber von dort kam, ist unklar. 

In der Nacht auf Sonntag habe es in Weesen SG Umgebung Hirschen mehrere Knalle gegeben. Beim gelben Gebäude habe Licht gebrannt, beim zweiten Knall sei jemand dorthin gelaufen. Ob der Krach aber von dort kam, ist unklar.

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Angesprochene Firmen, die ihren Sitz auf dem Areal haben, haben nichts mitbekommen und auch keine Rückstände von Böllern oder so entdeckt. 

Angesprochene Firmen, die ihren Sitz auf dem Areal haben, haben nichts mitbekommen und auch keine Rückstände von Böllern oder so entdeckt.

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  • Lichtblitze und Knallerei liessen Anwohner in Weesen SG in der Nacht auf Sonntag schlecht schlafen.

  • Vor allem ihre Hunde hätten stark gelitten.

  • Via Facebook wird über die Ursache des Lärms gerätselt.

  • Weder Polizei noch Gemeinde können aufklären.

«Sagt mal, was waren das eigentlich für abartige Donnerschläge? Es war die Hölle, vor allem für meinen Hund», schreibt eine Frau aus Weesen SG in einer lokalen Facebook-Gruppe. Zum Lärm kam es in der Nacht auf Sonntag, wie sie gegenüber 20 Minuten ausführt. «Es war viel schlimmer als an Silvester oder am 1. August. Es war extrem laut und die Wände haben schier gewackelt. Einfach krass» Nach dem zweiten Knall sei jemand in Richtung Lärm gegangen. Deshalb sei sie in der Wohnung geblieben.

Allerdings habe sie aus dem Fenster geschrien: «Ihr habt sie doch nicht mehr alle.» Insgesamt habe es etwa drei bis vier mal geknallt und das mitten in der Nacht. Sie sei jeweils zusammengezuckt. «Mein Hund ist fast durchgedreht», erzählt die Frau. Sie sei stinksauer. Das Tier sei noch am nächsten Tag völlig aufgewühlt und hinüber gewesen.

Lichtblitze am Himmel

Mit ihrer Beobachtung ist sie nicht allein, wie sich bereits auf Facebook zeigt. Hier heisst es, es habe wie Gewehrschüsse geklungen. Eine andere Anwohnerin sagt zu 20 Minuten: «Mein Hund bekam die ganze Nacht Panikanfälle.» Sie habe nicht gewusst, warum, gegen 2.50 Uhr ging sie mit ihm nach draussen. «Auf einmal gab es einen hellen Lichtblitz und einen Knall», sagt sie. Der Knall habe sich so angehört wie ein Pistolenschuss. «Aber ohne Hall und recht kurz.» Der Lichtblitz schien irgendwie nicht dazu zu passen. Sie habe deshalb kurz an einen Meteoriten gedacht.

Ihr Hund sei dann wieder zum Haus gerannt, zwischendurch habe sich das Tier beruhigt. Das hielt allerdings nicht lange an. «Am Tag darauf sagte mir meine Kollegin, dass es etwa stündlich geknallt hätte, das würde die Panik die ganze Nacht erklären.»

Polizei und Gemeinde wissen nichts

Auf der Gemeindeverwaltung sind keine Informationen eingegangen, dass das Militär oder sonst wer solch einen Lärm verursachen würde, teilt die Gemeinde Weesen auf Anfrage mit. «Es sind auch keine Rückmeldungen von Einwohnerinnen oder Einwohnern bei uns eingegangen, die sich über Lärm oder Lichtblitze beklagt hätten», so Gemeindeschreiber Ignaz Gmür. Man wisse somit auch nicht, wer oder was diese Immissionen verursacht habe.

Bei der Kantonspolizei St. Gallen gingen ebenfalls keine Meldungen ein.

Nachtschiessübung der Armee?

Auf Facebook bringt jemand die Armee ins Spiel. Ob diese vielleicht eine Nachtschiessübung mit Beleuchtungsgeschossen durchgeführt habe. Ende Februar sorgten diese rund um den Säntis für spektakuläre Bilder mit Feuerbällen. «Falls eine Befehlshaberin oder ein Befehlshaber in der Nacht wegen schwieriger Sichtverhältnisse Beleuchtung anfordert, schiesst zum Beispiel die Artillerie grosse Beleuchtungsgeschosse ab, die das Gefechtsfeld aufhellen. Somit können die Soldatinnen und Soldaten eines Kampf-Bataillons sehen, wo der Gegner ist», erklärte damals Armeesprecher Stefan Hofer. Bei den Beleuchtungsgeschossen handle es sich um scharfe Geschosse. Nebst der grossen Geschütze der Artillerie kommen auch kleinere Kaliber zum Einsatz, zum Beispiel durch Minenwerfer oder auch durch Leuchtpistolen, wie sie zum Teil auf Schiffen vorkommen.

Beim Schiessplatz Walenberg wird vom 1. April bis zum 30. April geschossen. Anwohner glauben aber eher nicht, dass der Lärm und das Leuchten daher kam. Das sei schlicht zu weit weg. «Das Donnern hörte ich auch, aber nicht von der Seite über dem See im Gäsi, das tönt ganz anders. Es muss auf Weesner Seite so laut geknallt haben», schreibt zudem eine Userin auf Facebook.

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«Ihr habt sie doch nicht mehr alle»
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