In London, Paris und in der Schweiz: Putin dort treffen, wo es wehtut

Greift Russland die Ukraine an, muss es mit massiven Wirtschaftssanktionen rechnen. Wirksamer als breite Strafmassnahmen könnte es aber sein, gezielt die russische Elite ins Visier zu nehmen. Sie sind die Stützen von Putins Machtsystem.

Wie reagiert die EU oder die Schweiz, falls Putin die Ukraine angreift?

Wie reagiert die EU oder die Schweiz, falls Putin die Ukraine angreift?

Keystone

Was kann die EU tun, um Russlands Präsidenten Wladimir Putin von einem Einmarsch in die Ukraine abzuhalten? Darüber gehen die Meinungen unter den 27 EU-Mitgliedsstaaten ziemlich auseinander.

Die einen sind dafür, schon jetzt möglichst klare Kante zu zeigen. Die anderen glauben weiter an den Dialog und daran, dass sich Putin zur Vernunft bringen lässt.

Einig ist man sich immerhin, dass ein Angriff auf die Ukraine «massive Konsequenzen» haben muss. Sprich: Die EU wird im Fall einer militärischen Eskalation harte Wirtschaftssanktionen erlassen.

Das Problem bei Sanktionen ist aber zweierlei: Erstens sind sie ein zweischneidiges Schwert und treffen immer auch einen jenen, der sie verhängt. Zweitens bleiben sie oft hinter der erhofften Wirkung zurück.

Der von Putin weggesperrte Oppositionspolitiker Alexej Nawalny schlägt deshalb vor, dass der Westen statt Russland als Ganzes besser direkt Putins Entourage und die schwerreichen Oligarchen ins Visier nimmt. Sie sind die Stützen seines Machtapparats. Wenn sie ihre Luxuswohnungen in London konfisziert sähen und nicht mehr zum Jetset nach Paris oder Berlin fliegen könnten, würde dies Putin vielleicht mehr Ärger bereiten, als eine Drangsalierung der russischen Wirtschaft.

Eine solche Massnahme würde jedoch auch die Schweiz unter Zugzwang bringen, wo sich etliche Profiteure des System Putin längst breit gemacht haben.

In London, Paris und in der Schweiz: Putin dort treffen, wo es wehtut
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