Kantone beantragen nur knapp 18 Millionen Franken für ihre Aktionen

Obwohl der Bund 96 Millionen Franken für die nationale Impfwoche zur Verfügung stellt, greifen die Kantone nur zurückhaltend in den Geldtopf. Sie haben erst knapp 18 Millionen Franken abgeholt.

Die Kantone greifen nur zögerlich in den Geldtopf des Bundes für die nationale Impfwoche.

Die Kantone greifen nur zögerlich in den Geldtopf des Bundes für die nationale Impfwoche.

Keystone

Die nationale Impfwoche hat Luft nach oben: Bisher blieb der grosse Ansturm auf das Geld des Bundes aus. Das zeigen die ersten Offerten, mit denen die Kantone ihr Budget beantragen. Impfwoche-Chef Michael Beer bestätigt gegenüber CH Media einen Bericht des «SonntagsBlick». Bislang haben die Kantone von den vom Bund zur Verfügung gestellten 96 Millionen Franken erst knapp 18 Millionen beantragt. Allerdings hätten bereits einige Kantone weitere Massnahmen nachgereicht oder würden dies in den kommenden Tagen tun.

«Unsere Erwartungen sind, dass die Kantone nochmals Gas geben und alle Möglichkeiten ausschöpfen», sagt Beer. Klar ist aber bereits jetzt: «Es wird keine Telefonaktionen und auch keine Hausbesuche geben.» Dafür aber spezifischere Kontaktaufnahmen – beispielsweise via Ausländerinnen und Ausländer oder Personen in Quarantäne.

Besonders Kantone mit tiefer Impfquote zeigen sich zurückhaltend. So hat Appenzell Ausserrhoden für seine Impfkampagne erst 65’000 Franken beantragt, das seien 2,7 Franken pro Ungeimpften. Auch der Kanton Obwalden hat eine tiefe Impfquote: Allerdings will er vom Bund 310’000 Franken – also 18 Franken pro Kopf. Der grösste Betrag fliesst mit 3,9 Millionen in den Kanton Bern (10,7 Franken pro Ungeimpften). Das Geld fliesst in verschiedene Aktionen. Diese unterscheiden sich zwischen den einzelnen Kantonen stark. (abi)

Kantone beantragen nur knapp 18 Millionen Franken für ihre Aktionen
Source:
Source 1

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here