Kind erliegt Verletzungen: Zahl der Toten nach Seilbahnunglück in Italien steigt auf 14

In Norditalien sind bei einem Seilbahnunglück 14 Menschen ums Leben gekommen. Der Absturz der Gondel ereignete sich am Sonntag westlich des Lago Maggiore in der Region Piemont.

Tödliche Fahrt ins Alpen-Panorama: Beim Absturz einer Gondel am norditalienischen Lago Maggiore haben 14 Menschen am Sonntag ihr Leben verloren. Zwei Kinder wurden im lebensgefährlichem Zustand mit Rettungshubschraubern in eine Klinik in Turin geflogen.

Ein Neunjähriger erlag dort seinen Verletzungen. «Wir haben alles Mögliche getan, aber obwohl wir es einige Stunden versuchten, hat er es nicht geschafft», sagte der Generaldirektor des Spitals gegenüber der Zeitung La Repubblica.

Ein fünfjähriges Kind wird mit schwerem Brust- und Schädeltrauma, Verletzungen am Bauch und Beinbrüchen behandelt. Die Behörden konnten das Kind nicht identifizieren, wie «Corriere della Sera» berichtet. Es würde keinen Ausweis bei sich tragen und bisher hätten sich keine Verwandten gemeldet.

Bahn wurde erst kürzlich überholt

Wie es zu dem Absturz kam, war zunächst unklar. Die Seilbahn in der Region Piemont verbindet den Ort Stresa am Westufer des Sees mit dem knapp 1500 Meter hohen Monte Mottarone.

Fotos zeigen die abgestürzte Kabine in einem schwer zugänglichen Waldstück. Medienberichten zufolge stürzte die Gondel unweit der Station ab. Laut der Nachrichtenagentur Ansa war die Seilbahn von 2014 bis 2016 überholt worden.

Am Sonntag stürzte die Stresa-Mottarone-Seilbahn zu Boden.

AP

«Mit grosser Trauer habe ich von dem tragischen Unfall der Stresa-Mottarone-Seilbahn erfahren», teilte Italiens Ministerpräsident Mario Draghi mit. Er drücke den Familien der Opfer sein Beileid aus. Auch Aussenminister Luigi Di Maio und andere aus dem Kabinett Draghi zeigten sich via Twitter bestürzt über das Unglück.

Dolore e preoccupazione per il tragico incidente alla funivia Stresa-Mottarone, in Piemonte.

Un pensiero commosso alle famiglie delle vittime.

Seguiamo con grande apprensione gli sviluppi, soprattutto sulle condizioni dei bimbi gravemente feriti 🙏🏻

— Luigi Di Maio (@luigidimaio) May 23, 2021

Der Präsident der Region Piemont, Alberto Cirio, machte sich Medienberichten zufolge umgehend auf den Weg in das Gebiet. Im Sender Rainews 24 forderte er die Aufklärung des Unglücks. Italien sei ein Land der Sicherheit. Infrastrukturminister Enrico Giovannini wollte am Montag in die Gegend reisen.

Liguriens Regionalpräsident Giovanni Toti drückte den Menschen im Piemont sein Beileid aus. Die Tragödie versetze einen in Trauer – an einem Sonntag, der eigentlich für die Hoffnung stehen sollte, schrieb EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni auf Twitter. Der Parteichef der rechten Partei Lega, Matteo Salvini, schrieb, es gebe keine Worte dafür.

Die Gegend um den Lago Maggiore ist bei Urlaubern beliebt. Erst seit Samstag dürfen in Italien die Seilbahnen wieder ihren Betrieb aufnehmen. Das hatte die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi in Zuge von Lockerungen der Corona-Beschränkungen kürzlich beschlossen. (dpa/abi)

Kind erliegt Verletzungen: Zahl der Toten nach Seilbahnunglück in Italien steigt auf 14
Source:
Source 1

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here