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Entweder ist es zu teuer oder es gibt es erst gar nicht: Gemäss einer Studie lässt das Angebot in Kindertagesstätten für Kinder mit Behinderungen zu wünschen übrig. Vor allem, wenn man in den Kantonen Zürich, Thurgau oder Aargau lebt.

Für Kinder mit mehr Bedürfnissen gibt es nicht die gleichen Angebote wie für Kinder ohne Behinderungen. (Symbolbild)

Für Kinder mit mehr Bedürfnissen gibt es nicht die gleichen Angebote wie für Kinder ohne Behinderungen. (Symbolbild)

Pixabay/Joshua Choate

  • Einer Untersuchung der Behindertenorganisation Procap zufolge gibt es nicht genügend Angebote an Kita-Plätzen für Kinder mit Behinderungen.

  • Dabei gibt es grosse kantonale Unterschiede.

  • Procap fordert Massnahmen – und Kita-Plätze zum gleichen Preis für alle.

«Die Unterschiede im Angebot und in der Finanzierung von Kita-Plätzen für Kinder mit Behinderungen sind enorm.» So lautet das Urteil von Alex Fischer von der Behindertenorganisation Procap in der «NZZ am Sonntag». Gemäss einer Studie von Procap fehle es in der Schweiz an Angeboten in Tagesstätten für behinderte Kinder. Und jene, die es gebe, kämen den Eltern teuer zu stehen, da behinderungsbedingte Zusatzkosten oft selbst gezahlt werden müssten.

Laut Studie kommt es aber noch darauf an, wo man sein Kind in die Kita bringen will. Ein Drittel der Kantone würden in Bezug auf das Angebot und die Finanzierung sehr schlecht abschneiden, heisst es weiter. Zu diesen Kantonen zählten Aargau, Zürich (bis auf einzelne Gemeinden), Schaffhausen, Thurgau, Schwyz, Obwalden und Appenzell Innerrhoden wie Ausserrhoden. Anders sehe das Bild in der Romandie sowie in den Kantonen Bern, Basel-Stadt, Luzern, Nidwalden, Uri und Zug aus.

Procap fordert nun aufgrund der Unterschiede ein flächendeckendes Angebot an Kita-Plätzen für Kinder mit Behinderungen – zum gleichen Preis für alle.

Kita-Angebote für Kinder mit Behinderungen fehlen
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