Kleinflugzeug im Gotthardgebiet abgestürzt – Pilot ist verstorben

Am Sonntag ist im Gotthardgebiet ein deutsches Kleinflugzeug abgestürzt. Der 60-jährige Pilot konnte nur noch tot geborgen werden. Die Absturzursache ist noch unklar.

Der Absturz ereignete sich in unwegsamem Gelände, weshalb sich die Bergung verzögerte.

Der Absturz ereignete sich in unwegsamem Gelände, weshalb sich die Bergung verzögerte.

Kapo UR

Im Gotthardgebiet ist am Wochenende ein Kleinflugzeug abgestürzt. Die Einsatzkräfte konnten dieses aber erst am Montag aufspüren. Der Körper des Piloten konnte nur noch leblos geborgen werden. Dabei handelte es sich um einen 60-jährigen Deutschen, der alleine in dem Kleinflugzeug unterwegs gewesen war.

Der Absturz war der Kantonspolizei Uri am Sonntagnachmittag gemeldet worden. Zeitgleich war auch die Rega aufgeboten worden. Jedoch umhüllte dichter Nebel die Hänge im vermuteten Absturzgebiet. «Bei dieser Witterung zu fliegen, war ausgeschlossen», sagt Polizeisprecher Gusti Planzer auf Anfrage. Umgehend bot die Kantonspolizei auch Einsatzkräfte auf und leitete eine kantonsübergreifende Such-, Rettungs- und Bergungsaktion vom Boden aus ein. Diese erwies sich jedoch als sehr anspruchsvoll. «Das hochalpine Gelände war sehr steil», erklärt Gusti Planzer. Zudem machten die starken Regenfälle der vergangenen Tage das Gebiet unsicher, da sich das durchnässte Geröll bei einem Fehltritt rasch hätte lösen können. «Für die Einsatzkräfte war deshalb höchste Vorsicht geboten», sagt Gusti Planzer. Die Suche musste deshalb in den späteren Stunden vom Sonntagabend vorübergehend eingestellt werden.

Um 3 Uhr am Montagmorgen besserten sich die Witterungsverhältnisse, sodass die Suche schliesslich fortgesetzt wurde. Nun auch mit Unterstützung aus der Luft. Allerdings machten starke Winde die Suche weiterhin unsicher, wie Gusti Planzer weiter ausführt. Die Absturzstelle konnte schliesslich lokalisiert werden. Diese befindet sich im Gebiet Gloggentürmli auf rund 2700 Metern über Meer. Vorgefunden wurden die Überreste eines in Deutschland immatrikulierten Kleinflugzeugs der Marke Mooney. «Der Rumpf des Flugzeugs wurde relativ kompakt sichergestellt, die Flügel waren abgebrochen», führt Gusti Planzer aus.

Die Kantonspolizei Uri hat in Zusammenarbeit mit den Spezialisten der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) und unter der Leitung der Bundesanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Die Sust habe vor Ort Untersuchungen gemacht. Für die Strafverfolgung zuständig ist die Bundesanwaltschaft. Die Absturzursache ist noch unklar. Die Höhe des Sachschadens kann zurzeit noch nicht beziffert werden.

Schliesslich wurde das Flugzeugwrack geborgen. Für diese aufwendige Bergung wurden die Swiss Helicopter AG und die Rotex Helicopter AG aufgeboten. Das Wrack wurde an einen ausserkantonalen Standort gebracht. Dort folgen weitere Untersuchungen durch die Sust.

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