Knatsch im Beizen-Verband – Daniel Müller will sich zum Präsidenten des Zürcher Gastroverbands wählen lassen

Wer soll die grösste Sektion von Gastrosuisse präsidieren? Das Rennen ist offen. Kandidat Daniel Müller will den Auftritt der Branche künftig selbstbewusster und dynamischer gestalten. Doch der Kantonalverband macht es Müller schwer, sich in der Wahl durchzusetzen.

Daniel Müller, operativer Chef von Bindella, kandidiert fürs Präsidium bei Gastro Zürich - und stösst dort auf viel Widerstand.

Daniel Müller, operativer Chef von Bindella, kandidiert fürs Präsidium bei Gastro Zürich – und stösst dort auf viel Widerstand.

Zvg

Hauptberuflich ist Daniel Müller operativer Chef bei Bindella, einem Gastroimperium mit hierzulande total 43 Betrieben. Nebenberuflich will er sich am 11. Oktober zum Präsidenten des Zürcher Gastroverbands wählen lassen – und damit das Zepter übernehmen in der grössten Sektion von Gastrosuisse.

Doch das passt nicht allen bei Gastro Zürich. Jedenfalls hat sich der Kantonalverband geweigert, Müller die Liste mit den wahlberechtigten Delegiertennamen auszuhändigen, so dass er nicht bei ihnen für sich werben kann.

Müller hat nun ein ganzseitiges Inserat im «Gastro Journal» geschaltet mit einem offenen Brief an die Mitglieder, in dem er sie zum «Austausch» einlädt und in dem er klarstellt, dass er fürs Präsidium kandidiere.

Bindella-Chef will Vielfalt der Zürcher Gastroszene in den Vorstand tragen

Müller, der von 2015 bis 2017 schon mal im Gastro-Zürich-Vorstand sass und diesen wegen Meinungsverschiedenheiten mit der aktuellen Crew verlassen hatte, will es jetzt nochmals wissen: «Wir brauchen einen Neustart», sagt er. «So geht es nicht weiter, diese Vetterliwirtschaft hat ausgedient.» Gerade in Zeiten der Krise brauche es einen starken Verband.

Die Zürcher Gastroszene sei bunt, bestehe aus Bars, kleinen Lokalen, grösseren Gruppen, Gourmettempeln und Take-aways. Diese Vielfalt müsse auch im Vorstand abgebildet werden. Müller will in seiner Amtszeit junge Kräfte aufbauen, die dann übernehmen sollten. Diese Präsidentenwahl sei eine «Richtungswahl». Die Branche müsse besser, selbstbewusster und dynamischer auftreten.

Zwei Gegenkandidaten

Offizieller Verbandskandidat war zuerst Vorstandsmitglied Karl Fatzer, der das «Cappuccino» in Winterthur betreibt. Nun setzt Gastro Zürich eher auf Urs Pfäffli, den Präsidenten der Stadtzürcher Sektion.

Gastro Zürich selbst schweigt. Auch der amtierende Präsident Ernst Bachmann, der nach 23 Jahren zurücktritt, will sich nicht äussern.

Knatsch im Beizen-Verband – Daniel Müller will sich zum Präsidenten des Zürcher Gastroverbands wählen lassen
Source:
Source 1

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here