Publiziert

Mit den Günstig-Linien reagieren die grossen Detailhändler auf die Discounter-Konkurrenz. Doch wieso können solche Produkte derart günstig sein? Wir klären auf.

Die Billigmarken der Detailhändler sind fester Bestandteil der Sortimente; mittlerweile gibt es sogar Pfannen und Textilien dieser Produktelinien. Das erstaunliche: Für M-Budget- oder Prix Garantie-Produkte profitiert man teilweise von Preisabschlägen um die 50 Prozent.

Doch wie können Detailhändler Produkte derart preisgünstig anbieten? Einerseits ist dies auf einheitliche Designs, grössere Einheiten und geringere Marketing-Kosten zurückzuführen. Doch auch geringere Herstellungskosten sind ausschlaggebend.

Hier einige Beispiele:

• Die tiefen Preise rechtfertigen sich unter anderem durch unterschiedliche Herkunft der Rohstoffe. So wird beispielsweise für Schokolade günstigerer Kakao aus alternativen Regionen verwendet oder Mineralwasser aus mineralsalzärmeren Quellen.

• Es finden sich auch Unterschiede in der Verarbeitung oder Rezeptur von Produkten. Gehackte anstatt ganzer Nüsse in Schokoladetafeln, geringerer Fruchtanteil in Joghurts oder weniger lange gereifter Käse.

• Auch mit grösseren Verpackungen sowie dem Verpackungsdesign lassen sich Kosten sparen.

• Beim Gemüse finden die Kunden und Kundinnen anstatt gleichmässiger Peperoni eine bunte Mischung mit stark unterschiedlichen Grössen.

• Der Boden der M-Budget-Pfanne ist beispielsweise dünner als bei konventionellen Produkten.

Grundsätzlich gilt: Mit Prix Garantie und M-Budget kommen jeweils die günstigsten Rohstoffe zum Einsatz, die auf dem Markt verfügbar sind – im Grunde die Strategie von Discountern. Dies führt mitunter zu schwankender Qualität und rechtfertigt denn auch höhere Preise bei herkömmlichen Produkten, bei denen die Qualität konstant bleibt.

Vorsicht geboten ist beim Fleisch, denn dieses stammt bei Prix Garantie und Co. häufig aus dem Ausland, wo die Tierschutzbedingungen oft zu wünschen übriglassen. Auch nachhaltige Produkte sind in Billig-Linien grundsätzlich weniger zu finden.

Hauptsache, Kunden sind im Laden

Den Detailhändlern geht es mit diesen Günstig-Produkten vor allem um die Tiefpreisgarantie. Soll heissen, dass die Qualität und somit auch die Herstellung nicht bei jedem Produkt zwingend minderwertiger ist als bei der teureren Version; häufig sind es sogar identische Produkte unterschiedlich verpackt.

Die Preisunterschiede sind also häufig nicht grösser als die tatsächlichen Kostenunterschiede – Migros und Coop verzichten also auch auf Margen, um Kunden und Kundinnen in den Laden zu locken in der Hoffnung, dass diese auch noch andere Produkte kaufen. Denn der Konkurrenzdruck im Detailhandel ist riesig.

Schon Mitte 20 aber noch immer nicht wirklich im Erwachsenenleben angekommen? No need to panic! «Grow Up» beantwortet dir alles, was du spätestens mit 30 wissen musst. Seien es Fragen zur Karriere, dem Umgang mit Geld oder den Behörden: Hotel Mama war gestern. Sende deine Frage an: [email protected]

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

M-Budget, Prix Garantie & Co. – Das steckt hinter den Billig-Marken
Source:
Source 1

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here