Gold geht auch fair – wir sagen dir, wo du nachhaltige Schmuckstücke kriegst.

Gold geht auch fair – wir sagen dir, wo du nachhaltige Schmuckstücke kriegst.

instagram/maximovajewelry

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Die Schmuckindustrie hat auch Schattenseiten. Damit du deine Stücke mit gutem Gewissen tragen oder gar weitergeben kannst, stellen wir dir fünf nachhaltige Schmucklabels vor.

Dieses eine Paar Lieblingsohrringe, das auch ein simples Ensemble aus Jeans und T-Shirt zu einem Look macht oder die Kette, die dir dein Mami vererbt hat: Schöner Schmuck ist etwas Wunderbares. Doch leider ist in der Welt von Edelmetallen, Diamanten und Juwelen nicht alles Gold, was glänzt: Einige Schmuckstücke werden unter Bedingungen hergestellt, die der Umwelt und den Menschen schaden. Wir zeigen dir nachhaltige Labels, deren Schmuck du mit dem besten Gewissen anziehen kannst.

Sternefeld: Mit fairem Gold und Silber

Das Berliner Label Sternefeld setzt auf lokale und faire Produktion. So besteht die erste Gold-Kollektion von Gründerin Elina Sternefeld ganz aus recyceltem Gold und fair gewonnen Diamanten und Edelsteinen. «Ein Grossteil des heutigen Goldabbaus ist nicht nötig, verschiedene Industrien könnten und sollten viel mehr recyceltes Gold nutzen», sagt die Gründerin. Nicht nur der in Gold, sondern auch Schmuck aus Silber ist bei Sternefeld recycelt.

Elina Sternefeld lernte das Goldschmiedehandwerk in Pforzheim. Dort erlebte sie selbst mit, wie viele kleine Betriebe schliessen mussten, da Unternehmen aus Kostengründen immer häufiger im Ausland produzieren lassen. Darum setzt die Goldschmiedin mit Sternefeld ganz auf das lokale Handwerk in Pforzheim und Berlin. Jede Person, die an der Produktion beteiligt ist, kennt Elina Sternefeld persönlich. Viele der Schmuckstücke stellt sie selbst in ihrer kleinen Werkstatt in Berlin her, sie liefert aber auch in die Schweiz.

Ingresso Artisti: Kleine Schmuckstücke aus Zürich

Raffaela Pitzurra produziert ihre Schmuckstücke fast ausschliesslich auf Anfrage und in sehr kleinen Mengen in Europa und ihrem Atelier in Zürich. Auch, um möglichst wenig Abfall zu produzieren. Zudem verzichtet sie bei ihren Verpackungen auf Plastik. «Für Gold verwende ich am liebsten recycelte Goldzähne oder den Ehering deines oder deiner Ex», schreibt sie selbst auf ihrer Website.

Mit der Gründung ihres Label Ingresso Artisti begab sich Raffaela Pitzurra auf die Suche nach ihren italienischen Wurzeln. Sie verbrachte einige Zeit in Rom, wo sie auch von Schmuckstücken mit historischem Hintergrund inspiriert wurde. So steckt auch hinter vielen ihrer Pieces eine Geschichte, wie zum Beispiel bei den Fayum Ohrringen: Fayum-Porträts sind sehr gut erhaltene Mumienporträts, die im Jahr 100 in Ägypten gefunden wurden. Diese Art von sogenannten Bar-Ohrringen wurden an verschiedensten Frauen gefunden und waren oft mit Perlen verziert:

Maximova Jewelry: Kleine Bijoux auf Anfrage

Die Stücke von Maximova Jewelry sind beliebt bei Promis wie Leni Klum und Sophie Passmann. Ursprünglich fertigte Dari Maximova einfach Schmuck für ihre Freunde, doch die Nachfrage wuchs sehr schnell über den Freundeskreis hinaus. So, dass das Model mit bulgarischen Wurzeln das Schmucklabel Maximova gründete.

Alle Stücke bei Maximova stammen aus nachhaltigen Quellen und werden von Dari Maximova selbst in ihrem Atelier in Berlin hergestellt, aber in die ganze Welt versendet. Die Künstlerin arbeitet dabei in einem Made-to-Order-System. Das bedeutet, dass sie ihren Schmuck nur auf Nachfrage kreiert – was Überproduktion und Abfall reduziert.

Goldlabor: Avantgardistische Designs aus der Schweiz

Durch Formen, Biegen und Verdrehen von Gold und Silber entstehen beim Schweizer Label Goldlabor kunstvolle und einzigartige Schmuckstücke. Dabei wurde Gründerin Sarah Küffer von den schlichten Formen dänischen Designs inspiriert. Ihre fünfte Kollektion trägt den Namen «Fem», was auf Dänisch fünf heißt und zugleich eine Hommage an die Frau sein soll:

Bei Goldlabor werden alle Stücke im Atelier von Sarah Küffer in Bern von Hand gemacht. Dabei übernehmen lokale Firmen Dienstleistungen wie Edelmetallgusse. Goldlabor trägt das Ökogold-Label und bezieht alle Edelmetalle von einem Händler aus der Schweiz, der vom Responsible Jewellery Council in London zertifiziert wurde. Dafür gibt es eine Garantie, dass alle Edelmetalle aus Recycling gewonnen wurden.

Gold kommt meistens nur in Verbindung mit anderen Gesteinsarten vor. Um Gold und Silber zu gewinnen, wird es meist mit giftigen Chemikalien, wie Quecksilber aus dem Stein und Erz gelöst und ausgewaschen. Das Gift kann in die Luft und in das Wasser gelangen, wo es der Umwelt und den Menschen schadet.

In manchen Ländern arbeiten Minderjährige in den Minen und die Arbeitsbedingungen sind prekär. In manchen Fällen kommt es beim Minen von Gold auch zu Landraub oder der Zerstörung von wertvollen Ökosystemen wie dem Amazonas. Dort werden Teile des Waldes für die Goldvorkommnisse unter der Erde illegal gerodet, wie Greenpeace publik machte.

Leni Adam: Mit Edelsteinen aus den Schweizer Alpen

Die beiden ersten Kollektionen von Schmuckdesignerin Leni Adam wurden von ihren Grossmüttern Elsa und Frieda inspiriert und tragen auch deren Namen. Die Begeisterung für Edelsteine und Schmuck trägt Leni schon seit ihrer Kindheit in sich, wo sie schon früh im Familienunternehmen der Adam Bijouterie viel Zeit verbrachte. Mit ihrem Schmuck will sie diese jahrzehntelange Familientradition weiterhin aufrecht erhalten.

Die Edelsteine stammen alle aus der Schweiz und werden von Berg- und Edelsteinliebhabern auf freiwilliger Basis entdeckt und gesammelt. Darum gibt es eine kleine, aber feine Auswahl an Farben mit einzigartigen Mustern. Auch Leni Adam trägt das Ökogold Label und garantiert damit, Edelmetalle ausschliesslich aus Recycling zu gewinnen.

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