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Kurz nach dem Start der Sommerferien herrscht in den Kantonen Aargau und Zürich ein Mangel an Blutreserven. Nun gilt es, Spender und Spenderinnen zu rekrutieren.

von

Thomas Mathis

Monira Djurdjevic

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«Wir haben 40 Prozent weniger Blut als wir brauchen», sagt Fabienne Schurter von der Stiftung Blutspende SRK Aargau-Solothurn.

«Wir haben 40 Prozent weniger Blut als wir brauchen», sagt Fabienne Schurter von der Stiftung Blutspende SRK Aargau-Solothurn.

Michael Fritschi/Fotowerk

Man rufe die Bevölkerung deshalb zur Solidarität auf. 

Man rufe die Bevölkerung deshalb zur Solidarität auf.

Michael Fritschi/Fotowerk

Ein Mangel an Blutkonserven herrscht auch in Zürich.

Ein Mangel an Blutkonserven herrscht auch in Zürich.

Michael Fritschi/Fotowerk

  • Die Bevölkerung in den Regionen Aargau und Zürich wird zum Blutspenden aufgerufen.

  • Der Grund: Die Blutreserven sind ausserordentlich tief.

Engpass bei den Blutreserven: Laut der Stiftung Blutspende SRK Aargau-Solothurn befinden sich die Blutreserven in der Region auf einem kritisch tiefen Niveau. «Wir haben 40 Prozent weniger Blut als wir brauchen», sagt Marketingverantwortliche Fabienne Schurter. Gründe dafür sieht sie bei den Corona-Lockerungen und der Ferienzeit.

«Viele Menschen geniessen ihre wiedergewonnen Freiheiten. Freizeitaktivitäten sind aktuell hoch im Kurs.» Der Bedarf an Blutspenden bleibe aber unabhängig davon hoch. «Blut ist nicht lange haltbar und kann nicht künstlich hergestellt werden.» Man rufe die Bevölkerung deshalb zur Solidarität auf. «Wir müssen den Rückstand aufholen, um die Spitäler weiterhin ausreichend versorgen zu können.»

Mangel an Blutreserven schwierig zu beheben

Ein Mangel an Blutkonserven herrscht auch in Zürich. «Seit Wochen sind die Bestände knapp», sagt Blutspende-Leiter Beat Frey. Derzeit stehe man bei zwei Drittel der benötigten Menge. «Wir müssen deshalb sparsam sein und alles daran setzen, Spenderinnen und Spender zu rekrutieren.» Normalerweise helfe man Blutspende-Organisationen in anderen Kantonen aus. «Jetzt können wir das nicht mehr, weil uns sonst Blut fehlt.»

Vor den Sommerferien gebe es eigentlich immer einen Mangel, aber dieses Jahr sei es schwierig, diesen zu beheben. Gründe für die derzeitige Knappheit sieht Frey insbesondere bei den Einschränkungen durch die Coronapandemie. «Wir konnten in den vergangenen Monaten nicht gleich viele Spenden entgegennehmen wie normal, weil aufgrund der Distanzregeln weniger Personen gleichzeitig spenden durften.»

Blutspenden kann jede Person, die bei der ersten Spende zwischen 18 und 60 Jahre alt ist, sich gesund fühlt und mindestens 50 Kilogramm wiegt. Wer sich in der Schweiz gegen das Coronavirus impfen lässt, muss nur eine Wartefrist von 48 Stunden bis zur nächsten Blutspende einhalten. Wer nach der Impfung gegen das Coronavirus Symptome entwickelt, kann nach einer Wartefrist von sieben Tagen nach Abklingen der Symptome wieder Blutspenden. In den Kantonen Aargau und Solothurn wird den Spendenden empfohlen, einen persönlichen Termin telefonisch im gewünschten Spendezentrum zu vereinbaren. Weitere Infos findest du hier. In den Blutspendezentren im Kanton Zürich ist seit dem 5. Juli kein Termin mehr erforderlich. Weitere Infos dazu hier.

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«Müssen sparsam sein» – Blutreserven auf kritisch tiefem Niveau
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