Nach HSG-Spesenaffären: St.Galler Regierung stärkt Aufsicht

Die Universität St. Gallen (HSG) hat in den letzten Jahren mehrfach für negative Schlagzeilen gesorgt. Nun macht die Kantonsregierung Ernst. Dem eigenmächtigen Gebaren der Institute soll ein Riegel geschoben werden.

Der HSG weht politisch ein eisiger Wind entgegen. Grund dafür sind problematische Vorfälle einzelner Professoren.

Der HSG weht politisch ein eisiger Wind entgegen. Grund dafür sind problematische Vorfälle einzelner Professoren.

Keystone

Skandale, Finanzexzesse und problematische Nebenbeschäftigungen einzelner Professoren: Die Vorfälle in den letzten Jahren an der Universität St.Gallen (HSG) haben verdeutlicht: Bei den Kontrollmechanismen, Zuständigkeiten und Verantwortlichen liegt einiges im Argen. Nun möchte die Kantonsregierung die Schrauben anziehen.

Am Montag hat sie das neue Universitätsgesetz in die Vernehmlassung verabschiedet. Die Revision soll Zuständigkeiten klären und den Aufsichtsbehörden mehr Kompetenzen geben, wie es in einer Mitteilung heisst. Mehr Einfluss erhält etwa das Rektorat. Die Rektorin oder der Rektor verantwortet neu die Aufsicht über die Institute und kann verbindliche Vorgaben zu Nebenbeschäftigungen und Spesen machen. Die Stelle soll künftig international ausgeschrieben werden, womit auch die Wahl auswärtiger Kandidaten möglich ist.

Schliesslich wird auch die Zusammensetzung des Universitätsratsrats justiert. Er bleibt das oberste strategische Organ der HSG, besteht in Zukunft künftig aus sieben bis neun Mitgliedern anstatt wie bisher aus elf. Diese werden von der Regierung nach fachlichen Kriterien gewählt. Heute wird die Zusammensetzung durch die Stärke der Parteien im Kantonsparlament bestimmt. Neu genehmigt der Kantonsrat lediglich die Wahl. (rwa)

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