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Muhammad Aziz ist unschuldig und sass dennoch 20 Jahre lang im Gefängnis. Nun schlägt er mit einer Klage gegen den Staat New York zurück.

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«Diejenigen, die dafür verantwortlich sind, mir die Freiheit und meiner Familie einen Ehemann, einen Vater und einen Grossvater zu nehmen, sollten zur Rechenschaft gezogen werden», erklärte der unschuldige Muhammad Aziz, als er seine Millionenklage gegen den Staat New York einreichte.

«Diejenigen, die dafür verantwortlich sind, mir die Freiheit und meiner Familie einen Ehemann, einen Vater und einen Grossvater zu nehmen, sollten zur Rechenschaft gezogen werden», erklärte der unschuldige Muhammad Aziz, als er seine Millionenklage gegen den Staat New York einreichte.

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Ein Gericht verurteilte ihn wegen Mordes am US-Bürgerrechtler Malcolm X – doch Aziz ist unschuldig.

Ein Gericht verurteilte ihn wegen Mordes am US-Bürgerrechtler Malcolm X – doch Aziz ist unschuldig.

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Nun fordert er vom Staat New York eine Entschädigung von mindestens 20 Millionen US-Dollar.

Nun fordert er vom Staat New York eine Entschädigung von mindestens 20 Millionen US-Dollar.

AFP

  • Ein Gericht verurteilte Muhammad Aziz wegen Mordes an Malcom X.

  • Aziz ist aber unschuldig, was ein US-Gericht im November bestätigte.

  • Nun hat er eine Millionenklage gegen den Staat New York eingereicht.

Der Bezirksstaatsanwalt von Manhattan hat über ein halbes Jahrhundert nach dem Attentat auf den US-Bürgerrechtler Malcolm X zwei verurteilte Männer entlastet. Einer davon ist Muhammad Aziz. Dieser fordert nun vom Staat New York eine Entschädigung von mindestens 20 Millionen US-Dollar, wie «CNN» berichtet. Für «schwerwiegende Justizirrtümer», die zu seiner unrechtmässigen Verurteilung führten.

20 Jahre unschuldig im Gefängnis

Laut AFP will Aziz zudem die Stadt New York auf 40 Millionen Dollar verklagen, wenn es innerhalb von 90 Tagen keine Vereinbarung gibt. Laut «CNN» wird er körperliche Verletzungen sowie emotionales und geistiges Leid geltend machen. Aziz war 1966 zu lebenslanger Haft verurteilt worden und Mitte der 1980er-Jahre nach rund zwei Jahrzehnten aus dem Gefängnis freigekommen – bei seiner Inhaftierung war er 26 Jahre alt, bei seiner Entlassung 46 Jahre.

«Diejenigen, die dafür verantwortlich sind, mir die Freiheit und meiner Familie einen Ehemann, einen Vater und einen Grossvater zu nehmen, sollten zur Rechenschaft gezogen werden», erklärte Aziz. Seine Anwälte kündigten an, auch im Namen der Familie des verstorbenen Islam Schadenersatzklagen einzureichen.

Fall neu aufgerollt wegen Netflix-Doku

Der Bezirksstaatsanwalt kam bei seinem Urteil im November zum Schluss, dass die Behörden wichtige Beweise zurückgehalten hatten. Er räumte ein, dass die Netflix-Dokumentation «Who Killed Malcolm X?» («Wer tötete Malcolm X?») den Anstoss gab, um den Fall neu aufzurollen. Vorausgegangen waren fast zwei Jahre lange Ermittlungen von Aziz und des mittlerweile verstorbenen Khalil Islam.

Malcolm X wurde erschossen, als er 1965 im «Ballsaal Audubon Ballroom» im New Yorker Viertel Harlem eine Rede in der Öffentlichkeit hielt. Die beiden verurteilten Männer waren damals als Norman 3X Butler und Thomas 15X Johnson bekannt. Der inzwischen 83 Jahre alte Aziz kam 1985 frei, Islam 1987.

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Nein, er hat Malcolm X nicht getötet – Muhammad Aziz fordert 20 Millionen Dollar Schadenersatz
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