Noch braucht es aber Sonne: Obstbauern erwarten eine gute Kirschenernte

Die Kirschenernte dürfte diesen Sommer 20 Prozent besser ausfallen als im Fünfjahresschnitt. Allerdings ist die Nachfrage von Seiten der Schnapsbrenner wegen Corona eingebrochen.

Der Obstverband rechnet bei den Tafelkirschen mit einem Ernteertrag von 1682 Tonnen. (Symbolbild)

Der Obstverband rechnet bei den Tafelkirschen mit einem Ernteertrag von 1682 Tonnen. (Symbolbild)

Keystone

Voraussichtlich gebe es in diesem Jahr mehr Schweizer Kirschen als erwartet, meldete der Schweizer Obstverband am Samstag. Nach einer ersten Einschätzung sei mit einer Menge von 1682 Tonnen Tafelkirschen zu rechnen. Dies trotz der Frostnächte im April: Den Produzenten sei es gelungen, dank verschiedenen Massnahmen mehr Früchte zu retten als zu erwarten gewesen wären. Nun hofften sie auf möglichst viele Sonnenstunden im Juni.

Die Ernte 2020 läge nach den Prognosen 20 Prozent über dem fünfjährigen Schnitt. Dieser wird allerdings vom schlechten Ertrag des Frostjahr 2017 nach unten gezogen: Im letzten Jahr wurden 2033 Tonnen Tafelkirschen geerntet, 17 Prozent mehr als die Prognose nun für diesen Juli voraussagt. Erst dann werden die Kirschen auf den Markt gelangen. Wegen der kalten Witterung im Frühling sei die Natur rund zwei Wochen im Verzug, so der Obstverband. Die vier ertragreichsten Wochen folgten erst nach dem 05. Juli.

Eine Überproduktion könnte es bei den Brennkirschen geben. Denn wegen der Veranstaltungsverbote im Gefolge der Coronakrise ist die Nachfrage nach Kirsch zurückgegangen. Die Brennereien könnten dieses Jahr etwa 20 Prozent weniger Früchte abnehmen als sonst, so der Obstverband. (wap)

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