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Die Drohgebärden gehen weiter: Nach einem Besuch des Aussenministers und des Verteidigungsministers der USA in Südkorea hat Nordkorea Raketen gezündet.

Kim Yong-un sieht die USA als grössten Feind seines Landes: Der nordkoreanische Machthaber gibt den Startschuss für ein Apartment-Block-Projekt in der Hauptstadt. (23. März 2021)

Kim Yong-un sieht die USA als grössten Feind seines Landes: Der nordkoreanische Machthaber gibt den Startschuss für ein Apartment-Block-Projekt in der Hauptstadt. (23. März 2021)

AFP

Pyongyang habe am Sonntag zwei Raketen abgefeuert, sagte ein US-Regierungsvertreter am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Nach US-Medienberichten handelte es sich um Kurzstreckenraketen. Sie seien wenige Tage nach dem Besuch von US-Aussenminister Antony Blinken und Verteidigungsminister Lloyd Austin in Südkorea gezündet worden – und es handelte sich um den ersten Test seit Antritt des neuen US-Präsidenten Joe Biden im Januar.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hatte die USA kürzlich als «grössten Feind» des Landes bezeichnet. Die USA haben 28’500 Soldaten in Südkorea stationiert und auch eine bedeutsame Militärpräsenz in Japan.

Kim hatte in den vergangenen Jahren auf eine Annäherung an Bidens Vorgänger Donald Trump gesetzt, um eine Aufhebung von Sanktionen zu erreichen, die wegen des nordkoreanischen Atomprogramms verhängt worden waren. Beide Staatenlenker trafen sich drei Mal persönlich. Das letzte Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim im Februar 2019 in Hanoi scheiterte jedoch.

Seitdem liegen die Verhandlungen zwischen Washington und Pyongyang über einen Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms auf Eis. Auch die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea verschärften sich wieder.

(AFP)

Nordkorea testete erstmals seit Amtsantritt Bidens Raketen
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