Auf den Sieg im Super-G am Donnerstag lässt Marco Odermatt den nächsten Podestplatz folgen. Nur Aleksandar Aamodt Kilde war schneller.

von

Gaël Riesen

Sven Forster

Odermatt verpasst das Podium knapp

Marco Odermatt fehlen beim zweiten Super-G in Beaver Creek am Ende nur drei Hundertstel zum Sieg. Den ersten Platz sichert sich Aleksander Aamodt Kilde. (Video: SRF)

Im ersten Super-G der Saison in Beaver Creek am Donnerstag fuhr Marco Odermatt in einer eigenen Liga. Diese Leistung wollte der 24-Jährige auch am Freitag bestätigen. Erneut wählte er für seine Fahrt die Startnummer 7.

Der erste Schweizer startete aber bereits mit der Nummer 4. Gino Caviezel, der am Donnerstag mit einem Top-10-Platz überzeugte, hielt oben zwar mit der ersten Richtzeit von Travis Ganong mit, im unteren Abschnitt liess er aber Federn liegen und verlor über eine Sekunde auf den US-Amerikaner. Die Zeit des Amerikaners wurde dann aber von Aleksander Aamodt Kilde gebrochen. Der Norweger zeigte einen fulminanten Lauf und es war schnell klar: Der Weg zum Sieg führt über den 29-Jährigen.

Odermatt machte sich an die Bestzeit. Zwischenzeitlich lag er gar drei Zehntel vor Kilde, doch im unteren Streckenteil schmolz die Führung zusammen. Es wurde ein Hundertstel-Krimi – zu Ungunsten des Schweizers, der 0,03 Sekunden auf Kilde verlor. Doch mit der Leistung durfte der Nidwaldner trotzdem zufrieden sein. Nach dem Rennen sagte er: Es war schwierig, die Spannung wieder hochzubringen nach dem Sieg. Drei Hundertstel findet man überall. Ich hätte das vor dem Rennen sofort unterschrieben. Ich mag es Aleks auch gönnen.

Jansrud-Sturz sorgt für Unterbruch

Am Donnerstag verpasste Loïc Meillard die Punkte als einziger Schweizer – trotz eines guten Starts. Auch im zweiten Super-G zeigte der Neuenburger einen guten Auftritt, doch wieder hinderte ihn ein Fehler am Sprung nach vorne. Im Flachstück verlor er das ganze Tempo. Nach dem Auftritt von Meillard kam es zum ersten Sturz. Der Norweger Jansrud kam zu Fall und landete in den Fangnetzen. Das Rennen musste für mehrere Minuten unterbrochen werden. Jansrud konnte allerdings selbstständig wieder die Piste herunterfahren und das Rennen fortgesetzt werden.

An die Spitzenzeiten von Kilde, Odermatt und Ganong kam allerdings niemand mehr ran und das Podium bereits nach 20 Fahrern besetzt, doch was zeigten die restlichen Schweizer? Beat Feuz verpasste nach seinem Auftritt die Top 10. Sein Fokus wird auf der morgigen Abfahrt liegen. Urs Kryenbühel hielt ebenfalls nicht mit der Spitze und kam kurz vor dem Ziel beinahe zu Fall. Mirakulös konnte er sich aber auf den Beinen halten und den Sturz verhindern. Ebenfalls schon vor der Ziellinie verabschiedete sich Justin Murisier. Auch er konnte einen Absturz aber verhindern. Ralph Weber und Stefan Rogentin verpassten die Top 25. Nils Hintermann verpasste gar ein Tor nach einer Bodenwelle. Thomas Tumler fuhr mit der Startnummer 46 auf vorübergehend auf Platz 28.

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Einige Fahrer stehen noch oben und warten auf ihr «Go go go go go». Insgesamt 60 Fahrer treten heute am Super-G in Beaver Creek noch an. Die Top 10 dürften aber bereits in Stein gemeisselt sein – das Podest sowieso.

Odermatt holt Silber nach seinem gestrigen Gold-Lauf. Ein starker Auftritt in den USA von Marco Odermatt.

Den schwachen Start merzt er im Mittelabschnitt sehr stark aus. Am Schluss reicht es gerade für den 26. Rang. Damit verschiebt er Weber gleich um eins nach hinten.

26. 1:12.51 (+2.25)

Der nächste Schweizer kommt im Namen von Weber. Der 28-jährige Gossauer verliert wegen des letzten Sektors die Top 20 aus den Augen.

26. 1:12.70 (+2.44)

Schlüsselbeinbruch und Verletzung am Innenband am Knie: Das ist die Selbstdiagnose vom Norweger im Interview. Es bleibt abzuwarten, ob diese Selbstanalyse dann auch stimmt.

Auch die nächsten zwei Fahrer mischen die Top 10 nicht auf.

Der Deutsche liefert eine solide Zeit, der Kanadier Crawford dagegen überrascht ein wenig. Auf dem letzten Abschnitt macht er acht Plätze gut.

Ferstl 22. 1:12.35 (+2.09)

Crawford 12. 1:11.86 (+1.60)

Auch Murisier scheidet aus. Eine Bodenwelle versetzt seine Ski und er verliert den Radius.

Der Schweizer greift im Schlussabschnitt nochmals stark an, bleibt mit einem Arm am Tor hängen und das mit 100 km/h. Das tut sichtlich weh. Er verliert aber nicht die Haltung und kann stehen bleiben. Trotzdem ist er ausgeschieden.

Er überzeugt! Haaser fährt bis auf den 8. Rang vor. Der 24-Jährige ist ein Talent.

8. 1:11.71 (+1.45)

Der Kanadier ist exakt gleich schnell wie Loic Meillard.

15. 1:12.20 (+1.94)

Der Österreicher Babinsky fährt auf den 18. Zwischenrang. Landsmann Franz scheidet aus.

18. 1:12.41 (+2.15)

«Es ist ärgerlich. Ich habe viel in die Besichtigung investiert und trotzdem mache ich Fehler.»

Der Norweger bringt sein Schmunzeln nicht mehr los. Sein Kollege Jansrud scheint wohlauf zu sein und sein Leader-Thron steht noch – und wird das wahrscheinlich auch bis am Schluss bleiben.

Der Franzose ist der letzte der Top-20. Allegre ist zwölf Hundertstel schneller als Beat Feuz.

10. 1:11.85 (+1.59)

Morgen in der Abfahrt hofft man auf einen Spitzenplatz von Feuz. Und heute? Es reicht nicht für die Top 10.

11. 1:11.97 (+1.71)

Der Amerikaner scheidet aus im Mittelabschnitt. Er fährt eine Kurve zu gross, kann sich ins nächste Tor retten, aber dann nicht mehr korrigieren.

DNF heisst es am Schluss.

Auch der Italiener muss sich mit dem 11. Rang vor Landsmann Innerhofer zufrieden geben.

11. 1:12.15 (+1.89)

Über zwei Sekunden Rückstand heisst es am Ende für den Österreicher. Er hat riskiert und ist nicht belohnt worden. Momentan ist er Letzter von allen, die am Ziel angekommen sind.

14. 1:12.34 (+2.08)

Odermatt knapp geschlagen – Rennen nach Jansrud-Sturz unterbrochen
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