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Ab kommender Woche erhalten nur noch Geimpfte Zugang zu Events und Gastronomiegeschäften. Bei einer Verschlechterung könnte es für Ungeimpfte noch schlimmer kommen.

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Ab kommender Woche soll in Österreich ein «Freizeit-Lockdown» gelten.

Ab kommender Woche soll in Österreich ein «Freizeit-Lockdown» gelten.

AFP/Hans Punz

Für Restaurants und Events gilt die 2G-Regel, ungeimpfte Personen müssen also draussen bleiben.

Für Restaurants und Events gilt die 2G-Regel, ungeimpfte Personen müssen also draussen bleiben.

Reuters/Lisi Niesner

Wenn sich die Situation weiter verschlechtert, will die österreichische Regierung Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte verhängen.

Wenn sich die Situation weiter verschlechtert, will die österreichische Regierung Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte verhängen.

dpa/Armin Weigel

  • Ab kommendem Montag gilt in Österreich ein «Freizeit-Lockdown» für Ungeimpfte.

  • Gemäss Kanzler Alexander Schallenberg stieg die Belegung der Intensivbetten zuletzt unerwartet schnell an.

  • Auch ein General-Lockdown wird nicht ausgeschlossen.

In Österreich soll bereits jetzt die erste der zwei neuen Stufen, die am 22. Oktober zum Corona-Plan des Landes hinzugefügt wurden, in Kraft treten. Menschen ohne Corona-Impfung dürfen in Österreich ab Montag keine Lokale, Friseure und Veranstaltungen mehr besuchen. Auch für Tourismusbetriebe gibt es dann nur noch nach Impfung oder Genesung (2G-Regel) Zutritt. Das gab die Regierung in Wien am Freitagabend nach Beratungen mit den Chefs der neun Bundesländer bekannt. In Österreich steigt die Zahl der Neuinfektionen in der vierten Welle rasant.

Total-Lockdown nicht ausgeschlossen

«Es ist schlicht und einfach unsere Verantwortung, die Menschen in unserem Land zu schützen», begründete Kanzler Schallenberg die drastischen Schritte. Die vierte Stufe bedeutet eine scharfe 2G-Regel für Gastronomie, Events und Zusammenkünfte ab 25 Personen. In der Landeshauptstadt Wien wurde dieser sogenannte «Freizeit-Lockdown» bereits am Donnerstag durch Bürgermeister Michael Ludwig angekündigt. Während die oben genannten Massnahmen bereits feststehen, wollen einige Regierungsschichten auch einen generellen Lockdown im Herbst nicht ausschliessen.

Als Anreiz, sich erstmals impfen zu lassen, plant die Regierung eine Übergangsphase. Noch vier Wochen lang wird die erste Dosis in Verbindung mit einem PCR-Test als 2G gelten. Zusätzlich wird auch der Druck auf bereits vollständig Immunisierte erhöht, damit sich möglichst viele Menschen eine dritte Dosis als Booster-Impfung holen: Impfpässe werden künftig nur mehr neun Monate lang nach der zweiten Teilimpfung gültig bleiben.

Nach der Einschätzung von heute.at dürften sich wohl die meisten Länderchefs aus Angst vor Reisewarnungen und einer miserablen Wintersaison selbstständig an die Regierung gewandt haben. Die Stufe vier sollte nämlich ursprünglich in Kraft treten, wenn landesweit 500 Betten in der Intensivstation besetzt sind. Derzeit sind es zwar noch 362, doch die 500 würden schon in wenigen Tagen erreicht werden, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne). «Deshalb haben wir uns mit den Bundesländern darauf verständigt, mit strengeren Massnahmen für mehr Sicherheit zu sorgen.»

Bei Verschlechterung drohen Ausgangssperren

Die fünfte und letzte Stufe im österreichischen Corona-Konzept würde eine 2G-Regel für alle Indoor-Settings und Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte umfassen. Ausserdem dürfte der private Wohnbereich nur noch in Ausnahmegründen verlassen werden. In Österreich haben 66,5 Prozent der Bevölkerung den vollen Impfschutz – leicht unter der deutschen Rate von 69 Prozent. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Alpenland stand zuletzt bei 522.

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(dpa/bho)

Österreich plant landesweit scharfe 2G-Regelung
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