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Ab Montag gilt in Österreich für alle ungeimpften Personen ein mindestens zehntägiger Lockdown. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer beachtlichen Busse rechnen.

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Innenminister Nehammer (ganz links, neben Bundeskanzler Schallenberg und Gesundheitsminister Mückstein) kündigt anlässlich des Lockdowns für Ungeimpfte strenge Polizeikontrollen an.

Innenminister Nehammer (ganz links, neben Bundeskanzler Schallenberg und Gesundheitsminister Mückstein) kündigt anlässlich des Lockdowns für Ungeimpfte strenge Polizeikontrollen an.

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So sollen pro Bezirk zwei speziell damit beauftragte Streifen die Zertifikats-Kontrollen durchführen.

So sollen pro Bezirk zwei speziell damit beauftragte Streifen die Zertifikats-Kontrollen durchführen.

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Regelbrechern drohen dabei hohe Bussen. Wer zum Beispiel beim Spaziergang im Park erwischt wird und nicht geimpft ist, muss mit einer Busse von 1450 Euro rechnen.

Regelbrechern drohen dabei hohe Bussen. Wer zum Beispiel beim Spaziergang im Park erwischt wird und nicht geimpft ist, muss mit einer Busse von 1450 Euro rechnen.

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  • Am Sonntag hat die österreichische Landesregierung einen Lockdown verkündet.

  • Die Ausgangssperre für Ungeimpfte gilt ab Mitternacht und soll mindestens zehn Tage dauern.

  • Die Polizei will mit häufigeren Patrouillen und hohen Bussen sicherstellen, dass die Regeln eingehalten werden.

Jetzt ist es amtlich: Für Ungeimpfte wird es ab Montag in Österreich eng. Wer weder geimpft noch in den letzten 180 Tagen von einer Corona-Erkrankung genesen ist, fällt unter die bereits aus den vergangenen Infektionswellen bekannten Ausgangsbeschränkungen. Ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren.

«Der Lockdown für Ungeimpfte ist keine Empfehlung, sondern eine Anordnung», stellte Innenminister Karl Nehammer in einer Pressekonferenz am Sonntag klar. Demnach werden auch die Kontrollen durch die Polizei in einer Intensität erfolgen, wie sie «noch nie in diesem Umfang da gewesen» seien. «Jedem Österreicher muss klar sein, dass er von der Polizei kontrolliert werden kann.» Der 2G-Status werde bei jeder Polizeikontrolle mitüberprüft. Bei Missachtung der Kontrollen drohen Corona-Sündern bis zu 1450 Euro Busse.

Extra-Streifen für Kontrolle

Darüber hinaus sollen laut Nehammer pro Bezirk zwei eigens dafür abgestellte Streifen die Kontrollen vollziehen, wie heute.at berichtet. Auch die Kriminalpolizei werde per sofort noch intensiver in die Kontrollen eingebunden, so der Innenminister. Wer seinen Impfnachweis daheim vergessen hat, wird vorerst im Sinne des Verhältnismässigkeits-Grundsatzes abgemahnt, doch Nehammer kündigte auch an: «Wo Uneinsichtigkeit herrscht, wird sofort gestraft.»

3600 Euro Busse bei Verstoss

Konkret sieht der Bussenkatalog, der von Innenminister Nehammer am Sonntag bei der Pressekonferenz präsentiert wurde, so aus:

  • Verweigerung der 2G-Kontrolle: 1450 Euro Strafe

  • Verstoss gegen die Ausgangssperre: 1450 Euro Strafe

  • Verstoss gegen die 2G-Regel: 1450 Euro Strafe (als Kunde)

  • Verstoss gegen die 2G-Regel: 3600 Euro (als Betreiber)

  • Verstoss gegen die 3G-Regel am Arbeitsplatz: 500 Euro (als Arbeitnehmer)

  • Verstoss gegen die 3G-Regel am Arbeitsplatz: 3600 Euro (als Arbeitgeber)

Die Polizei-Kontrollen würden im öffentlichen Raum erfolgen, nicht zuhause. In den eigenen vier Wänden habe die Polizei nur die Möglichkeit, nach einer Anzeige eine 2G-Kontrolle durchzuführen und bei Verstössen zu strafen. Ganz allgemein sei es laut Nehammer in der Pandemie aber «richtig und sinnvoll, die Regelung auch im privaten Bereich umzusetzen.»

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Österreichische Polizei will bei Lockdown-Sündern hart durchgreifen
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