Pestizid-Verkäufe gehen weiter zurück – erstmals mehr Biozide verkauft

In der Schweiz werden immer weniger Pflanzenschutzmittel verkauft: 2020 waren es noch 1930 Tonnen. Eine weitere Abnahme verzeichnete der Bund insbesondere auch beim umstrittenen Herbizid Glyphosat.

Der Verkauf des umstrittenen Unkrautvertilgers Glyphosat ist im siebten Jahr in Folge rückläufig. (Symbolbild)

Der Verkauf des umstrittenen Unkrautvertilgers Glyphosat ist im siebten Jahr in Folge rückläufig. (Symbolbild)

Keystone

1930 Tonnen Pflanzenschutzmittel wurden letztes Jahr in der Schweiz verkauft. Damit ist das Verkaufsvolumen gegenüber 2019 um 23 Tonnen gesunken, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) am Dienstag mitteilte. Dabei ist der Absatz von Insektiziden um 32 Tonnen am stärksten zurückgegangen. Zeitgleich um 30 Tonnen angestiegen ist derweil die Verkaufsmenge der Fungizide und Bakterizide.

Weiter gesunken ist auch das Verkaufsvolumen von Glyphosat, gemäss BLW im siebten Jahr in Folge. Über einen Zeitraum von elf Jahren sei der Absatz des Unkrautvertilgers damit insgesamt um 61 Prozent geschrumpft. Glyphosat ist höchst umstritten: Das Parlament hat im Juni allerdings zwei Standesinitiativen der Kantone Genf und Jura abgelehnt, die Glyphosat verbieten wollten. Auch von einem Ausstiegssplan aus der Glyphosat-Nutzung wollte das Parlament nichts wissen.

Dafür ist das Verkaufsvolumen von Pflanzenschutzmitteln, die in der biologischen Landwirtschaft angewendet werden dürfen, weiter gestiegen. Wie das BLW schreibt, übersteigt die Verkaufsmenge der sogenannten Biozide erstmals jene, die nur in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt werden dürfen. Das BWL führt diesen weiteren Anstieg unter anderem auf eine höhere Anzahl an Biobetrieben zurück. Insgesamt sei der Absatz der Pflanzenschutzmittel in der biologischen Landwirtschaft seit 2008 um 51 Prozent gestiegen. (sat)

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