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Stolz präsentierte die griechische Polizei ein Gemälde von Pablo Picasso, das nach dessen Diebstahl vor neun Jahren wieder gefunden wurde. Doch dann leisteten sich die Beamten einen peinlichen Fauxpas.

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Peinlich, peinlich: Bei der Präsentation eines millionenteuren Picasso-Gemäldes durch die griechische Polizei rutschte dieses von einem schmalen Sims und fiel zu Boden.

Peinlich, peinlich: Bei der Präsentation eines millionenteuren Picasso-Gemäldes durch die griechische Polizei rutschte dieses von einem schmalen Sims und fiel zu Boden.

Reuters

Das Bild war nach neun Jahren wieder gefunden worden.

Das Bild war nach neun Jahren wieder gefunden worden.

Reuters

  • Als die griechische Polizei der Presse ein nach einem Diebstahl wieder aufgetauchtes Gemälde von Picasso präsentierte, fiel das 18 Millionen Franken teure Werk zu Boden.

  • Das Gemälde hatte ein Maurer 2012 aus der Nationalgalerie in Athen gestohlen. Er ist geständig.

  • Laut der Regierung war es aber unverkäuflich, weil auf der Rückseite eine Widmung an das griechische Volk steht.

Mehr als neun Jahre nach einem Einbruch in die Nationalgalerie von Athen hat die griechische Polizei ein damals gestohlenes Picasso-Gemälde wiedergefunden. Das 1939 geschaffene Gemälde «Frauenkopf», das der spanische Künstler 1949 Griechenland geschenkt hatte, wurde etwa 45 Kilometer südöstlich von Athen gefunden.

Am Dienstag fand eine Pressekonferenz statt, bei der die Beamten das Bild der Presse zeigten. Doch offenbar hatten sie dabei nicht die nötige Sorgfalt walten lassen. Das auf einen Wert von umgerechnet 18 Millionen Franken geschätzte Werk war nachlässig in Schräglage auf einen Sims gestellt worden: Prompt rutschte es langsam weg und purzelte zu Boden, wie der «Spiegel» unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters vermeldet. Glücklicherweise kam das Werk dabei nicht zu Schaden.

Der «Frauenkopf» war zusammen mit dem Bild «Stammer Mühle» von Piet Mondrian und einem Werk des Italieners Guglielmo Caccia in der Nacht auf den 9. Januar 2012 aus der Nationalgalerie in Athen gestohlen worden, die laut späteren Ermittlungen äusserst schlecht gesichert war. Das Werk von Mondrian wurde nun ebenfalls wiedergefunden – laut Medienberichten zeigte der Dieb persönlich der Polizei, wo er die beiden Bilder versteckt hatte. Das dritte Kunstwerk hatte der 49-Jährige den Angaben zufolge weggeworfen, weil es während des Diebstahls beschädigt worden war.

Sechs Monate lang Museum ausspioniert

Der 49-jährige Maurer war zuvor festgenommen worden und hatte den Raub gestanden. Vor der Tat hatte er sechs Monate lang die Arbeitszeiten der Sicherheitsleute am Museum ausspioniert. In der Tatnacht waren diese zudem wegen eines Streiks unterbesetzt.

Laut Kulturministerin Lina Mendoni war Picassos Bild unverkäuflich, weil es auf der Rückseite die Inschrift des Künstlers «Dem griechischen Volk als Hommage von Picasso» trug. Damit habe der weltberühmte Maler den Widerstand der Griechen gegen die Nazis würdigen wollen. «Dieses Gemälde hat eine besondere Bedeutung und einen besonderen sentimentalen Wert für das griechische Volk, weil es von dem grossen Maler persönlich dem griechischen Volk gewidmet wurde», sagte die Kulturministerin.

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(AFP/trx)

Polizei lässt millionenteures Picasso-Gemälde fallen
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