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US-Journalisten werfen der Polizei in Minneapolis vor, sie an ihrer Arbeit behindert zu haben. Obwohl sie sich eindeutig zu erkennen gegeben haben.

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Daunte Wright wurde am 11. April offenbar versehentlich von einer Polizistin erschossen. 

Daunte Wright wurde am 11. April offenbar versehentlich von einer Polizistin erschossen.

Foto: AFP

Anschliessend kam es zu Protesten gegen Polizeigewalt. (17. April 2021)

Anschliessend kam es zu Protesten gegen Polizeigewalt. (17. April 2021)

AFP

Mehrere Journalisten haben sich am Samstag über eine Behinderung ihrer Berichterstattung über den erschossenen Afroamerikaner Daunte Wright durch die Polizei beschwert. Bei einer Protestveranstaltung nahe Minneapolis setzten die Beamten demnach Pfefferspray gegen Medienvertreter ein, obwohl diese sich eindeutig zu erkennen gegeben hatten.

Den Journalisten wurde zudem untersagt, sich an dem Ort aufzuhalten, wo die Polizei in Gewahrsam genommene Demonstranten festhielt. Sie mussten sich von den Beamten fotografieren lassen und ihre Ausweispapiere abgeben.

Offenbar versehentlich erschossen

Bereits einige Tage zuvor hatten sich Journalisten über das Vorgehen der Polizei beschwert. Daraufhin erliess ein Gericht im Vorort Brooklyn Center eine einstweilige Verfügung gegen die Sicherheitskräfte. Demnach ist es der Polizei untersagt, «jeden Menschen, von dem sie weiss oder Grund zu der Annahme hat, dass er ein Journalist ist, zu verhaften». Verboten sei auch der Einsatz von körperlicher Gewalt oder «chemischen Mitteln» wie Pfefferspray gegen Journalisten.

Die Polizeibehörde von Minnesota erklärte am Samstag, dass sie «weiterhin die Rechte der Medien zur Berichterstattung über die Proteste» respektiere und Journalisten oder deren Ausweise nicht mehr fotografieren werde.

Der Tod des 20-jährigen Afroamerikaners Wright im nahe Minneapolis gelegenen Brooklyn Center hatte bei zahlreichen Menschen für Empörung gesorgt. Eine weisse Polizistin hatte Wright offenbar versehentlich erschossen, als sie ihre Dienstwaffe mit ihrer Elektroschockpistole verwechselte. Der Fall sorgte in dem Vorort für tagelange Proteste.

(AFP/roy)

Polizisten setzten Pfefferspray gegen Journalisten ein
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