Publiziert

Bukayo Saka meldet sich als letzter Engländer, der nach seinem verschossenen Penalty im EM-Final mit rassistischen Kommentaren eingedeckt worden war, zu Wort.

1 / 15

Bukayo Saka schreibt, es sei eine traurige Realität, dass die mächtigen Social-Media-Plattformen nicht genug tun würden, um solche Nachrichten zu stoppen. 

Bukayo Saka schreibt, es sei eine traurige Realität, dass die mächtigen Social-Media-Plattformen nicht genug tun würden, um solche Nachrichten zu stoppen.

Pool via REUTERS

Nach dem verschossenen Elfmeter wird Saka von seinen Teamkameraden getröstet.

Nach dem verschossenen Elfmeter wird Saka von seinen Teamkameraden getröstet.

AFP

Auch der englische Nationaltrainer Gareth Southgate kümmert sich um den 19-Jährigen. 

Auch der englische Nationaltrainer Gareth Southgate kümmert sich um den 19-Jährigen.

Pool via REUTERS

  • Der englische Nationalspieler Bukayo Saka verschoss als Letzter seinen Penalty im EM-Final.

  • Auch der 19-Jährige wurde danach rassistisch beleidigt.

  • Nun meldet sich der Arsenal-Spieler zu Wort.

  • Saka prangert die Sozialen Medien an.

Der englische Fussball-Nationalspieler Bukayo Saka hat nach den rassistischen Hasskommentaren gegen ihn und seine Teamkollegen Jadon Sancho und Marcus Rashford die sozialen Plattformen Instagram, Twitter und Facebook kritisiert. «Ich wusste sofort, welche Art von Hass mir entgegenschlagen würde. Und es ist eine traurige Realität, dass eure mächtigen Plattformen nicht genug tun, um diese Nachrichten zu stoppen», schrieb der 19-Jährige am Donnerstag.

Saka hatte als letzter Elfmeterschütze der Three Lions im verlorenen EM-Final gegen Italien am vergangenen Sonntag ebenso nicht getroffen wie Sancho (21) und Rashford (23). Daraufhin wurden die drei in den Sozialen Medien mit Hasskommentaren überzogen. «Ich möchte nicht, dass irgendein Kind oder Erwachsener die hasserfüllten und verletzenden Nachrichten erhält, die ich, Marcus und Jadon diese Woche erhalten haben», schrieb der Mittelfeldspieler des FC Arsenal.

Hier verschiesst Saka seinen Penalty.

SRF

«Die Liebe siegt immer»

Saka entschuldigte sich für seinen verschossenen Elfmeter. «Ich habe wirklich geglaubt, dass wir das für euch gewinnen würden. Es tut mir leid, dass wir es dieses Jahr nicht nach Hause bringen konnten», schrieb er. Es gebe keine Worte für seine Enttäuschung, er habe sich gefühlt, als hätte er das ganze Land und seine Mannschaft im Stich gelassen.

Zugleich bedankte er sich für die zahllosen aufmunternden Nachrichten und gab sich kämpferisch: «Ich verspreche euch, dass wir alles geben werden, um sicherzustellen, dass diese Generation weiss, wie es sich anfühlt zu gewinnen.»

Im Kampf gegen rassistische Beleidigungen im Internet hat der vierfache Olympiasieger Mo Farah eine stärkere Kontrolle von Online-Nutzern sozialer Netzwerke gefordert. User sollten ihre Pass- und Führerscheindaten sowie Adressen angeben müssen, um sie schneller identifizieren zu können sagte der 38-jährige Brite in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der BBC.

«Diese Leute haben Jobs, haben Familien zu ernähren, sie haben vielleicht ziemliche gute Jobs, also sollte ihr Unternehmen wissen, was sie getan haben. Lasst uns sie so sehr an den Pranger stellen, wie wir können.» Der Langstreckenläufer betonte: «Die Social-Media-Firmen müssen viel mehr tun, sie müssen für das verantwortlich gemacht werden, was die Leute anstellen.» Farah sagte, er sei selbst Ziel «schockierender» Online-Hetze geworden. Die Angriffe gegen schwarze Sportler im Internet nähmen zu, sagte Sir Mo. (dpa)

Für Rassismus gebe es nirgends Platz. Mit den Worten «Die Liebe siegt immer» beendete Saka seine Nachricht. Auch Sancho und Rashford hatten sich zuvor mit ähnlichen Äusserungen zu Wort gemeldet.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von Rassismus betroffen?

Hier findest du Hilfe:

GRA, Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

(dpa/hua)

Rassistisch beleidigter Penalty-Schütze prangert die Sozialen Medien an
Source:
Source 1

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here