Restaurants dürfen ab Montag Terrassen wieder öffnen – Training im Fitnesscenter ist auch wieder möglich

Der Bundesrat hat weitere Lockerungen der Coronamassnahmen beschlossen. Ab Montag dürfen Gastrobetriebe ihre Terrassen wieder öffnen. Öffnungen gibt es auch bei Veranstaltungen und im Sport.

Ab Montag dürfen die Restaurants ihre Terrassen wieder öffnen. (Symbolbild)

Ab Montag dürfen die Restaurants ihre Terrassen wieder öffnen. (Symbolbild)

Keystone

Darauf haben viele gewartet, dennoch kommt es überraschend: Der Bundesrat hat sich an seiner Sitzung vom Mittwoch zu grossen Öffnungsschritten durchgerungen. Ab Montag dürfen Restaurants und Bars ihre Terrassen wieder öffnen. Erlaubt sind maximal vier Personen pro Tisch. Innenräume von Restaurants, Clubs und Discos bleiben jedoch weiterhin geschlossen. «Die finanzielle Unterstützung der Gastrobranche wird fortgeführt», sagte Bundesrat Alain Berset vor den Medien. «Es gibt keinen Druck, seinen Betrieb zu öffnen.»

Mit Einschränkungen sind auch Veranstaltungen mit Publikum wieder möglich, beispielsweise in Sportstadien, Kinos oder Theater- und Konzertlokalen. Auch sportliche und kulturelle Aktivitäten in Innenräumen sind wieder erlaubt, genauso wie gewisse Wettkämpfe. Das teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit.

Die maximale Anzahl beschränkt sich draussen auf 100 Personen und drinnen auf 50 Personen. Es gilt Sitz- und Maskenpflicht. Auch andere Veranstaltungen wie Führungen in Museen sind wieder mit bis zu 15 Personen erlaubt. Öffentlich zugängliche Freizeit- und Unterhaltungsbetriebe sollen analog zu Läden und Museen ihre Innenbereiche ebenfalls wieder öffnen können. Zoos sind damit vollständig zugänglich.

Präsenzunterricht an Hochschulen ist wieder möglich

Die Vorgaben für sportliche und kulturelle Aktivitäten werden neu auch für Erwachsene im Amateurbereich gelockert, wie es weiter heisst. Das gilt für Einzelpersonen oder für Gruppen mit bis zu 15 Personen. Sportarten mit Körperkontakt sind in Innenräumen weiterhin nicht erlaubt. Die Fitnesscenter können dagegen wieder öffnen. Es gelten dort aber diverse Einschränkungen.

Präsenzunterricht soll auch ausserhalb der obligatorischen Schule und der Sekundarstufe II wieder eingeschränkt möglich sein. Davon profitieren insbesondere Hochschulen und die Erwachsenenbildung. Auch hier gilt eine Beschränkung auf maximal 50 Personen, eine Kapazitätsbegrenzung auf einen Drittel der Räumlichkeit sowie Masken- und Abstandspflicht. Die Lockerung der Homeoffice-Pflicht war hingegen noch kein Thema, soll es aber bald werden. «Wir wollen schrittweise vorgehen. Pendler schaffen viel mehr Kontakte», sagte Berset.

Lockerungen trotz Risiko

Die Öffnungen sein kein Zeichen, dass die Krise ausgestanden sei, sagte Berset. «Die Situation ist weiterhin fragil und wir müssen vorsichtig bleiben.» Mit den Lockerungen gehe man ein Risiko ein. «Es ist aber vertretbar, wenn sich die Bevölkerung weiter an die Regeln, Schutzkonzepte und die Hygienemassnahmen hält.» Bislang habe sie das sehr gut gemacht. Auch der relativ langsame Anstieg der Hospitalisationen im Vergleich zu den Fallzahlen sowie die gut voran schreitende Durchimpfung haben den Bundesrat zu diesem Schritt bewogen.

Ausserdem habe der Bundesrat auch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Massnahmen berücksichtigt – insbesondere auf die Jugendlichen und jungen Erwachsenen. «Die jetzt beschlossenen Öffnungen bringen auch eine Perspektive», betonte Berset.

Zunehmender Druck von aussen

Der Druck auf den Bundesrat wurde in den vergangenen Tagen immer grösser – wie zuletzt regelmässig vor den Bundesratssitzungen. Erst am Dienstag hatte der Verband Gastrosuisse die juristische Keule geschwungen und ein Gutachten publiziert, das die Bundesratsentscheide infrage stellte und Anpassungen der Richtwerte forderte. Zudem haben sich die Kantone und Städte medial lautstark für die Öffnung der Restaurant-Terrassen ausgesprochen. Die Wirtschaftskommission des Nationalrats pochte derweil auf einen verbindlichen Öffnungsplan für die geschlossenen Betriebe sowie eine Roadmap zur Öffnung von Grossveranstaltungen.

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