Roche-Erbe André Hoffmann äussert sich in einem Interview zur Auflösung der bedeutenden Umweltstiftung Mava. Nur Geld zu geben, löse die Probleme nicht, sondern schiebe sie nur auf.

Roche-Erbe André Hoffmann zeigt sich in einem Interview konsterniert über die Erfolge philanthropischer Umweltschutzinitiativen. (Archivbild)

Roche-Erbe André Hoffmann zeigt sich in einem Interview konsterniert über die Erfolge philanthropischer Umweltschutzinitiativen. (Archivbild)

Keystone

Kunst, Kultur, Umwelt oder Sport: Die Familie der Roche-Erben ist in vielen Bereichen bekannt für ihr philanthropisches Engagement. Im Bereich der Umwelt ist dieses Engagement aber offenbar nicht immer zielführend gewesen. So würden Schutzinitiativen des WWF das Problem nicht lösen, wie André Hoffmann, Mitglied der Gründerfamilie des Roche-Konzerns, in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» sagte. «Sie bringen nur Aufschub.»

Für Hoffmann scheint das Problem ein grundlegendes zu sein: «Ich habe realisiert, dass ich keine Stiftung brauche, um mich für eine nachhaltige Zukunft der Menschheit einzusetzen», sagte er weiter. Er wolle lieber selbst aktiv daran arbeiten, als nur als Geldgeber aufzutreten. «Die traditionelle Form der Philanthropie hat versagt.»

André Hoffmanns Vater, der bekannte Zoologe Luc Hoffmann, hat sowohl den WWF als auch die Mava Stiftung mitgegründet. Letztere ist eine international tätige Umweltschutzorganisation und wird per 2022 aufgelöst, wie Hoffman gegenüber der «NZZ am Sonntag» sagte. Noch ist er deren Präsident. Nach der Auflösung will Hoffmann neue Formen des philanthropischen Engagements ausprobieren. «Projekte, die es nur gibt, solange wir bezahlen, und die aufhören, wenn wir uns zurückziehen, sind fehlgeleitet.» Es gelte, ein Geschäftsmodell zu haben, um das Überleben der Projekte zu sichern. (gb)

Roche-Erbe sieht traditionelle Form der Philanthropie gescheitert
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