Ruag International nach Coronaschock mit Gewinnsprung

Dass die Aviatik noch immer unter der Coronapandemie leidet, bekommt Ruag International weiter zu spüren. Das übrige Geschäft des Rüstungs-, Luft- und Raumfahrtkonzerns erholt sich jedoch.

Während die Luftfahrt weiterhin darbt, läuft das Geschäft der Ruag International mit Kleinkalibermunition in den USA gut. (Symbolbild)

Während die Luftfahrt weiterhin darbt, läuft das Geschäft der Ruag International mit Kleinkalibermunition in den USA gut. (Symbolbild)

Keystone

Die Ruag International meldet am Dienstag für das erste Halbjahr einen Umsatz von 575 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein leichtes Plus von 1 Prozent. Nachdem der weltweit tätige Konzern letztes Jahr von der Coronapandemie auf dem falschen Fuss erwischt worden war, schreibt er nun wieder einen kleinen Reingewinn von 25 Millionen Franken. Gegenüber dem ersten Semester 2020 ist dies allerdings ein Plus von gut 150 Prozent. Fürs ganze Jahr rechnet Ruag International trotz Verkäufen weiterhin mit einem Umsatzplus und einem positiven Betriebsergebnis. Zum erwarteten Reingewinn äussert sich das Unternehmen nicht.

Nach wie vor Sorgen bereitet Ruag International das Luftfahrtgeschäft. Dieses habe sich in den letzten Monaten zwar stabilisiert. Doch die Umsätze lägen weiterhin signifikant unter dem Niveau von vor Corona. Als «erfreulich» bezeichnet Ruag International dagegen die Umsatzentwicklungen beim Geschäft mit Weltraumprodukten (Ruag Space) wie auch mit Kleinkalibermunition.

Weniger Beschäftigte nach Stellenabbau und Sparprogramm

Letztere Tochterunternehmung, die Ruag Ammotec mit Hauptsitz in Thun und weltweit gut 2000 Mitarbeitenden, beteilige sich «agil am boomenden US-amerikanischen Markt für Sport- und Jagdmunition», heisst es. Ruag International will Ruag Ammotec zwar seit längerem verkaufen. Doch nach einem Hackerangriff hindert das Parlament das Bundesunternehmen bislang an diesem Schritt. In der kommenden Herbstsession will der Ständerat den Verkauf weiterdiskutieren.

Aktuell beschäftigt Ruag International 6450 Mitarbeitende weltweit. Das sind 5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Den Stellenabbau und ein Sparprogramm als Folge der Pandemie hatte der Konzern vergangenen Dezember sowie im Januar angekündigt. Seit anderthalb Jahren besteht der staatseigene Rüstungskonzern Ruag aus zwei Teilen: einer Wartungs- und Unterhaltswerkstätte für die Armee und einem internationalen Unternehmen mit dem Fokus Flugzeugkomponenten und Raumfahrt. Letztere soll laut Bundesrat schliesslich an die Börse gebracht werden.

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