Die Schweiz will einer deutschen IS-Rückkehrerin die Einreise verbieten. Die inzwischen Volljährige war als Jugendliche nach Syrien gereist, um sich dem Islamischen Staat (IS) anzuschliessen.

Das Bundesamt für Polizei – im Bild der Fedpol-Hauptsitz in Bern – will der deutschen IS-Rückkehrerin Leonora Messing die Einreise verbieten.

Das Bundesamt für Polizei – im Bild der Fedpol-Hauptsitz in Bern – will der deutschen IS-Rückkehrerin Leonora Messing die Einreise verbieten.

Keystone

Vor knapp einem Jahr dann hat Deutschland Leonora Messing zusammen mit zwei weiteren Frauen und insgesamt zwölf Kindern in einer geheimgehaltenen Aktion aus syrischen Gefangenenlagern zurückgeholt. Zwar hatte sich die heute 21-Jährige schon zuvor losgesagt vom sogenannten Islamischen Staat. Die jugendliche Konvertitin kritisierte seither auch, die Terrororganisation habe sie getäuscht.

Dennoch hat die Bundesanwaltschaft Karlsruhe im Sommer Anklage gegen Leonora Messing erhoben. Ihr wird unter anderem vorgeworfen, Mitglied einer terroristischen Vereinigung gewesen zu sein. Seither prüft das zuständige Oberlandesgericht Naumburg die Anklage gegen die ursprünglich aus Sachsen-Anhalt stammende Frau.

Bei Einreise droht bis zu einem Jahr Haft

Nun soll Leonora Messing auch die Einreise in die Schweiz für fünf Jahre verboten werden. Bei Missachtung drohen ihr bis zu einem Jahr Haft oder eine Geldstrafe. Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) beruft sich dabei auf das Eidgenössische Ausländergesetz. Gegen das Einreiseverbot kann noch Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht geführt werden.

Das alles geht hervor aus einer am Donnerstag im Bundesblatt publizierten Mitteilung zu einer entsprechenden Fedpol-Verfügung. Ein Grund für das Einreiseverbot gegen die deutsche IS-Rückkehrerin wird nicht genannt. (sat)

Schweiz will deutscher IS-Rückkehrerin die Einreise verbieten
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